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Einsatz 51 von 57 Einsätzen im Jahr 2014
Alarmstichwort: VU3S
Kurzbericht: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person im Schienenbereich
Einsatzort: K71: Bahnübergang Sierße/Woltorf
Alarmierung : Alarmierung per DME

am 13.12.2014 um 23:38 Uhr

Einsatzende: 03:00 Uhr
Einsatzdauer: 3 Std. und 22 Min.
Fahrzeuge im Einsatz: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug Einsatzleitwagen Rüstwagen Drehleiter
alarmierte Einheiten:
Bettmar
Fachgruppe Verpflegung

Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort VU3S (Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person im Schienenbereich) wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle zusammen mit dem Löschzug Bettmar/Liedingen, einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), dem Notarzteinsatzfahrzeug aus Peine, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, der Leitenden Notärztin und Einheiten der Polizei von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Laut einer ersten Einweisung der Einsatzkräfte durch die Leitstelle, wurde durch die Notfallleitstelle der Bahn ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf dem Bahnübergang zwischen Vechelde und Sierße gemeldet. Da dieser Bahnübergang seit der Eröffnung der Vechelder Umgehungsstraße nicht mehr existiert, wurde der Bahnübergang Sierße/Wahle angefahren.

Der Rettungswagen der Rettungswache Vechelde fuhr zuerst den alten Bahnübergang Vechelde an. Dort konnte jedoch kein Unfall festgestellt werden, daher wurde auch vom Rettungswagen der Bahnübergang Sierße/Wahle angefahren.

Die Einheiten des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, sowie der Rettungswagen, passierten auf der Anfahrt den ehemaligen Bahnübergang Vechelde/Sierße. Auch dort war keine Unfallstelle ersichtlich.

Die Ortsfeuerwehr Bettmar traf mit ihrem LF 8/6 als erste Einheit am Bahnübergang Sierße/Wahle ein und konnte ebenfalls keinen Unfall feststellen, jedoch wurde ein stehender Zug in Richtung Woltorf gesichtet. Es wurde daraufhin von allen alarmierten Kräften der Bahnübergang Sierße/Woltorf angefahren. Bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten war auf Sicht die Unfallstelle erkennbar.

Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:

Ein PKW lag ca. 50 m vom Bahnübergang entfernt, stark deformiert/zerstört, auf dem Dach in einem Graben. Trümmerteile waren im gesamten Gleisbereich sichtbar. Fahrzeuginsassen waren jedoch nicht sichtbar/aufzufinden. Ein Personenzug stand ca. 600 m vom Bahnübergang entfernt.

Folgende Maßnahmen waren:

Die First Responder Gruppe der Ortsfeuerwehr Liedingen wurde zur Erkundung direkt am Personenzug eingesetzt. Im Zug wurde durch den erfolgten Zusammenstoß und der daraufhin eingeleiteten Notbremsung jedoch keine Person verletzt.

Die Einsatzstelle wurde durch die Besatzung des HLF 20/16 und der DLK 23/12 weiträumig ausgeleuchtet. Da nicht sicher war ob sich der Fahrzeugführer eventuell unter dem Fahrzeug befindet, wurde durch die Besatzung des RW 1 der Mehrzweckzug am Fahrzeug und am Schienenkörper angeschlagen und das Fahrzeug gedreht. Auch unter dem Fahrzeug konnte keine Person gefunden werden. Die Ortsfeuerwehr Bettmar und freie Einsatzkräfte suchten daher die nähere Umgebung ab.

Es konnte bereits nach kurzer Zeit ca. 400 m von der Unfallstelle in Richtung Woltorf entfernt eine verletzte Person gefunden werden. Diese wurde an den Rettungsdienst übergeben und nach einer Erstversorgung in ein Krankenhaus verbracht.

Da die Lok beim Zusammenstoß so stark beschädigt wurde, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war, wurde ein Bus zum Transport der Bahnreisenden angefordert. Da der Bus den Punkt an dem der Zug zum Stehen gekommen ist nicht direkt anfahren konnte, mussten die ca. 120 Fahrgäste die ca. 600 m zum Bahnübergang zu Fuß im Gleisbett zurück legen.

Beim Aussteigen und beim Fußmarsch zum Bus wurden Sie von mehreren Feuerwehrmitgliedern mit Beleuchtungsgeräten unterstützt bzw. begleitet. Mehrere Damen mit hohen Schuhen, schwere Koffer und Taschen sowie ein Kinderwagen wurden mit Feuerwehrfahrzeugen zum Bahnübergang gebracht. Dort warteten bereits warme und kalte Getränke sowie Kekse, bereitgestellt durch die nachalarmierte Verpflegungsgruppe Köchingen/Vechelade, auf die Reisenden.

In Absprache mit der Bundespolizei verblieb das Unfallfahrzeug im Graben neben den Gleisen und wird im Laufe des Tages durch einen Abschleppdienst geborgen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten bei den Aufräumarbeiten im Gleisbett.

Danach konnten die Einsatzkräfte wieder in ihre Standorte einrücken.

Text: MH / Fotos: DG

Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)
Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)Hilfeleistung vom 13.12.2014  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2014)
ungefährer Einsatzort: