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Die Entwicklungsgeschichte des Feuerwehrhauses Vechelde-Wahle hat ihren Ursprung darin, dass seitens des Gemeinderates die Absicht bestand, das Rathaus zu sanieren und zu erweitern. Das ehemalige Feuerwehrhaus des Feuerwehrstützpunktes Vechelde (Standort: Rathaushof) musste deshalb verlegt werden.

Im Jahr 2003 wurden erste Pläne für den Neubau eines Feuerwehrhauses vorgelegt. Standort sollte im Bereich des heutigen Einkaufszentrums sein. Zur Sicherung der zügigen Bebaubarkeit, insbesondere um Feldhamsteransiedlungen zu vermeiden, war dort bereits der Mutterboden abgeschoben worden.

Die vorgelegten Pläne erwiesen sich aber aufgrund des Raumzuschnitts und Abweichungen von der DIN für Feuerwehrhäuser als nicht umsetzbar. Endgültig wurde dieser Bauplatz Ende 2003 aufgegeben. Damals ist es dem Bürgermeister gelungen die Fa. McDonald's und Einkaufsmärkte für eine Ansiedlung in Vechelde zu gewinnen. Ebenso fanden die Planungen für eine Umgehungsstraße ihren Abschluss. Insofern entstand zwischen Vechelde und Wahle das Vechelder Einkaufszentrum.  

Parallel zur Entwicklung des Einkaufszentrums liefen erste Überlegungen des Gemeindekommandos der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde über eine Neuorganisation der FF an. Damals bestand die FF aus 17 Ortsfeuerwehren. Insofern kann die Gemeindekommandositzung am 20.11.2003 als Startveranstaltung für eine Feuerwehrreform in Vechelde und damit auch als Startpunkt für den Neubau des Feuerwehrhauses Vechelde-Wahle gewertete werden.

Erste Diskussionen in einem Arbeitskreis des Gemeindekommandos (Zukunftsausschuss) kamen dem heutigen Organisationsstand der Gemeindefeuerwehr schon recht nahe:

 

  • In einem längeren Prozess sollte erreicht werden, dass die Feuerwehrstützpunkte Vechelde und Wahle in einem gemeinsamen Feuerwehrhaus zu einem Feuerwehrschwerpunkt zusammengefasst werden.
  • Die mitgliederschwachen Ortsfeuerwehren Fürstenau, Klein-Gleidingen und Alvesse sollten anderen Ortsfeuerwehren zugeordnet werden, bzw. mit anderen Ortsfeuerwehren zusammengeschlossen werden.

Nun wurde an einem Brandschutzbedarfsplan gearbeitet. Zunächst musste dazu die Standortfrage für das Schwerpunkt-Feuerwehrhaus geklärt werden. Hier prallten zunächst die Fronten aufeinander. Die Gemeindeverwaltung favorisierte einen Standort nördlich der künftigen Umgehungsstraße. Die OrtsF Vechelde einen Standort in einem neuen Gewerbegebiet im Nordwesten der Vechelder Ortslage. Den Wahlern aber war dieser Standort nicht recht.

Insofern wurden im Rahmen einer Nutzwertanalyse verschiedene Standorte untersucht. Die folgende Abbildung und die anschließende Tabelle zeigen die Ergebnisse.

Standorte FwH VW

Nutzwertanalyse FwH VW

Mit dem Standort an der Abfahrt „Vechelde Nord“ der Umgehungsstraße wurde ein erweiterungsfähiger und taktisch sehr günstig gelegener Standort gefunden. Damit waren auch die Mitglieder der Ortsfeuerwehren Vechelde und Wahle einverstanden. Einerseits nah genug an Vechelde und andererseits in der Wahler Gemarkung mit jeweils guten Anfahrbedingungen der Einsatzkräfte aus Vechelde und aus Wahle.

In den Mitgliederversammlungen der Ortsfeuerwehr Wahle am 29.02.04 und der Ortsfeuerwehr Vechelde am 17.03.04 wurde den Einsatzabteilungen der Entwurf des Brandschutzbedarfsplanes und damit auch die gemeinsame bauliche Entwicklung der beiden Feuerwehren vorgestellt. Wesentlich war die Entscheidung darüber, dass man künftig in einem Feuerwehrhaus zusammenarbeiten und sich später zu einem Feuerwehrschwerpunkt entwickeln wolle. Diese Entscheidung wurde in beiden Versammlungen mit breiter Mehrheit getroffen.

Am 25.03.2004 fasste dann der Feuerwehrausschuss folgenden Beschluss:

Die Entwurfsplanung für ein Feuerwehrgebäude im Bereich Vechelde, das eine Erweiterung zum Feuerwehrschwerpunkt zulässt, wird beauftragt.“

In den politischen Ausschüssen wurde allerdings zunächst noch weiter über die Standortfrage diskutiert. Aufgrund der Verkaufsbereitschaft des Wahler Landwirtes (Feuerwehrmitglied) konnte dann aber doch der taktisch günstige Standort an der Umgehungsstraße festgeschrieben werden.

Bereits im April 2004 wurde von der Gemeindeverwaltung der Architekt Heribert Maurer (Denstorf und Braunschweig) beauftragt einen Vorentwurf zu erstellen.

Entwurf FwH VW Am 05.07.2004 hat dann der Gemeinderat die Weichen zu einer zukunftsträchtigen Entwicklung gestellt indem wie folgt beschlossen wurde:

„Das Feuerwehrhaus für den Bereich Vechelde/Wahle soll auf der Grundlage des Vorentwurfs des Architekten Maurer errichtet werden. Hierzu ist Herr Maurer zu beauftragen, die Planungen in Baugenehmigungsqualität vorzulegen.

Die Erstellung des Gebäudes wird vorgenommen, sobald die sich aus den Kreditaufnahmen ergebenden Zins- und Tilgungsleistungen haushaltsrechtlich zulässig (Verwaltungshaushalt ohne Fehlbetrag) finanziert werden können. Dabei genießt das Feuerwehrhaus Vorrang vor dem Rathaus.…“

Aufgrund von Haushaltsbeschlüssen der Niedersächsischen Landesregierung mit großen Auswirkungen auf den Finanzausgleich und damit auf den Gemeindehaushalt musste das Raumprogramm für das Feuerwehrhaus reduziert werden. Das war möglich, indem das Feuerwehrhaus Wahle zur künftigen Nutzung als Jugendraum und als Lager erhalten blieb.

 

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Am 29.09.05 dann der erste Spatenstich. Mit der Erschließung des Grundstückes wurde begonnen. Das am Kreisel (Auffahrt zur Umgehungsstraße) gleich wieder ein Teil des Grundstückes zur Errichtung einer Auto-Waschanlage veräußert wurde, erwies sich später als gestalterischer Fehlgriff.

Die Erschließung erfolgte zügig. Am 18.10. 05 erfolgte bereits der Anschluss an die Kanalisation.

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Im April 2006 wurde mit dem Hochbau begonnen. Architekt Maurer hatte die Firmen fest im Griff und sorgte für einen zügigen Baufortschritt.

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Zunächst wuchs die Rettungswache in die Höhe …

… es folgten die Technikräume und die Fahrzeughalle.

 

Am 05.07.05 ist die Südansicht fast komplett – der Unterrichtsraum fehlt noch!

Am 16.07.05: … schon mal in die Rettungswagenremise hineingefahren …

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Anfang August sind die Dachbinder bereits aufgelegt und der Kran wird abgebaut.

Auch die Feuerwehr-Fahrzeughalle ist jetzt eingerüstet erkennbar.

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Am 09.08.05 ist dann auch der Unterrichtsraum „daraufgesetzt“ und das Kalzip-Dach wird aufgelegt.

Richtfest ist am 11.08.

Selbstverständlich gibt es eine feuerwehrgerechte Halterung für den Richtkranz …

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…und „Moppel“ sorgt für kurzes Kraut.

Bürgermeister Marotz überlässt nichts dem Zufall. Der Ort, an dem der letzte Nagel ins Gebälk geschlagen werden muss, wird vorab (Generalprobe) besichtigt. Architekt Maurer und der Wahler Ortsbrandmeister Frank Balke geben letzte Regieanweisungen.

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Das Richtfest:

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Ende August geht der Dachaufbau zügig weiter. Das Kalzip-Dach ist kurz vor der Fertigstellung.

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Und auch die Tore werden schon eingebaut.

Anfang September 2005 läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Wichtige „Entsorgungseinrichtungen“ sind bereits installiert

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Ende September stehen die Außenwände der Fahrzeughalle.

Und auch die Nachbarn sind fast fertig!

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Mitte Oktober 2005 sind die Putzarbeiten fast abgeschlossen …

… und die Abgas-Absauganlage nimmt Formen an!

 

Bis Mitte November gehen der Innenausbau und die Außengestaltung zügig voran. Aber dann …

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…am 18.01.2007: Kyrill

Ein herber Rückschlag. Der Sturm riss das Kalzip-Dach wie eine Sardinendose auf:

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Doch Hilfe wurde angeboten und es wurde erneut in die Hände gespuckt!

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Beim Spindaufbau habe ich Papa im Wege gestanden …

09.02.07: Letzte Arbeiten vor der Übergabe

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Und das ist es nun: Unser Feuerwehrhaus!

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