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Die Bekleidung der Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen wird in der vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport erlassenen Feuerwehrverordnung geregelt.

 

Die klassische "Ausgehuniform" setzt sich aus der Schirmmütze mit einem Mützenriemen aus Lackleder (ab dem  Dienstgrad Löschmeister werden verschiedene Kordelvarianten getragen), der dunkelblauen Dienstjacke mit Dienstgradabzeichen auf den Schultern, einem hellblauen Hemd mit dunkelblauer Krawatte, der schwarzen Diensthose mit karminroter Biese und schwarzen Halbschuhe zusammen.

Für weibliche Mitglieder besteht die Möglichkeit ein Barett anstatt einer Schirmmütze zu tragen. Weiterhin kann auch ein schwarzer Dienstrock getragen werden.  

Getragen wird dieser Anzug bei offiziellen Anlässen und anderen öffentlichen Veranstaltungen.

 

Bei allen Ausbildungsveranstaltungen, sowie im Einsatzfall, wird die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen. Diese variiert je nach Einsatz, Aufgaben bzw. Befähigung der Kameraden. Denn jedes Mitglied braucht nicht den größtmöglichen Schutz, aber die optimale Bekleidung für die jeweilige Aufgabe.

 

Die „leichte“ PSA ist die Mindestausrüstung jedes Feuerwehrmitgliedes. Zu ihr zählen: Der Feuerwehrschutzhelm mit Nackenleder, die „Sommerjacke“ Niedersachsen, die Einsatzhose (Bund- oder Latzhose) Niedersachsen, Feuerwehrhandschuhe und Feuerwehrstiefel.

 

 

Bei der Benutzung einer Kettensäge ist das Tragen eines Waldarbeiterhelms mit aufsteckbaren Gehörschutzkapseln und einem Nylongitter-Gesichtsschutz sowie einer Schnittschutzhose mit Fasern, die sich beim eindringen der Kette verhaken und sie somit bremsen, pflicht.

 

 

Die Anforderungen an die PSA der Atemschutzgeräteträger sind vielfältig. Diese muss neben dem Wetterschutz, auch thermischen und mechanischen Belastungen standhalten. Deshalb tragen AGT (Atemschutzgeräteträger) ein Helm mit Hollandtuch, eine Nomex Überjacke, eine Nomex Überhose, Atemschutzhandschuhe und Feuerwehrstiefel.

 

 

Eine weitere Besonderheit ist die Hitzeschutzkleidung. Sie wird bei Einsätzen mit besonderen thermischen Risiken getragen. Ihre Aufgabe ist es, die Temperatur der Haut möglichst lang unterhelb von 45°C zu halten. Der innere Teil der Kleidung besteht aus einem isolierenden Innenanzug. Von außen ist dieser mit einer Metallbeschichtung bedampft. Die Sichtscheibe ist zumeist mit Gold bedampft. Hitzeschutzkleidung gibt es in drei verschiedenen Formen. Die erste besteht lediglich aus Handschuhen und einer Kopfschutzhaube. Die zweite ist eine Art Mantel mit Kopfschutzhaube und Handschuhen. Diese findet man  meistens bei Feuerwehren. Bei der dritten Form handelt es sich um einen Ganzkörperanzug mit Handschuhen, Kopfschutzhaube und Füßlingen.