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Einsatz 60 von 85 Einsätzen im Jahr 2018
Alarmstichwort: F1W
Kurzbericht: Flächenbrand
Einsatzort: K21: Wahle --> Fürstenau
Alarmierung : Alarmierung per DME

am 30.06.2018 um 15:39 Uhr

Einsatzende: 16:30 Uhr
Einsatzdauer: 51 Min.
Fahrzeuge im Einsatz: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug Tanklöschfahrzeug Einsatzleitwagen Rüstwagen
alarmierte Einheiten:

Einsatzbericht:

Vier Einsätze nacheinander und noch ein gesonderter Fünfter hinterher

Schweiß floss in Strömen

Ereignisreich und körperlich belastend waren die Einsätze für 16 Mitglieder der Einsatzabteilung unserer Wehr am letzten Tag des ersten Halbjahres. Eigentlich möchte man sich bei diesen hochsommerlichen Temperaturen nicht viel bewegen, die Einsätze des Tages sorgten aber für viel Bewegung, der Schweißfluss wurde dadurch nicht unterbrochen.

Das Einsatzgeschehen begann mit der ersten Alarmierung durch die Leitstelle um 14:21 Uhr. Aus einem Haus in der Gerhard-Stache-Straße in Vechelde war Gasgeruch gemeldet worden. Daraufhin setzte der Löschzug ein. Allerdings wurde gleich nach dem Ausrücken vom Disponenten der Integrierten Regionalleitstelle mitgeteilt, dass noch ein Feuer im Obergeschoss eines Gebäudes in der Straße Flachsring in Vechelde gemeldet sei. Für dieses Ereignis hatte er die Wehren des Löschverbundes West und eine Drehleitergruppe der Berufsfeuerwehr Braunschweig (ELW, HLF und DLK) alarmiert.

Beim Einsatz in der Gerhard-Stache-Straße konnte mit der Messtechnik der Feuerwehr weder eine explosible Atmosphäre noch eine Gasausströmung festgestellt werden. Wahrgenommen wurde allerdings ein Geruchsmix aus Gas und verschmorter Kabelisolierung. Insofern lag die Vermutung nahe, dass ein Defekt in einer Therme vorliegt. Allerdings hatte die Anruferin bereits das Gas und den Strom abgestellt. Insofern bestand keine Gefahr. Nach längerer Erkundung wurde die Einsatzstelle an den Störungsdienst Gas übergeben.

Die an dieser Einsatzstelle nicht mehr benötigten Fahrzeuge rückten sofort zum Flachsring ab. Dort wurde allerdings kein Zimmerbrand festgestellt, sondern ein Feuer vor einem Zimmer: Ein vor einem Fenster im Obergeschoss hängender Blumenkasten wurde schmorend vorgefunden. Schnell wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und vom Rettungskorb aus wurden die Reste des teilweise schon abgestürzten Blumenkastens mit einer Kübelspritze abgelöscht. Im Vorgarten wurde noch ein C-Rohr vorgenommen um glimmende Reste abzulöschen. Die Einheiten des Löschverbundes West mussten nicht mehr eingesetzt werden.

Während dieses Einsatzes beobachteten die Einsatzkräfte im Nordosten eine große Rauchsäule. Von der Leitstelle wurde die Besatzung des Einsatzleitwagens darüber informiert, dass zwischen Wedtlenstedt und Lamme ein Getreidefeld brennen würde. Dort waren die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Braunschweig im Einsatz. Hinzugezogen wurden die Wehren des Löschverbundes Ost. Auf Weisung des Gemeindebrandmeisters rückten dann auch die wassertragenden Fahrzeuge unserer Wehr – HLF 20/16 und TLF 16/25 - nach Wedtlenstedt ab, wenig später wurde auch der Einsatzleitwagen angefordert.

Vorgefunden wurde ein schon teilweise abgelöschtes Getreidefeld – noch auf dem Halm. Erst unmittelbar vor der Wedtlenstedter Bebauung hatten die zuerst eingesetzten Feuerwehreinheiten dieses Feuer stoppen können. Unsere Einheiten übernahmen Nachlöscharbeiten – insbesondere im Nahbereich der Verbindungsstraße zwischen Wedtlenstedt und Lamme. Ursache war ein Defekt an einem Mähdrescher.

Dann der vierte Einsatz: Von der Einsatzstelle hinter Wedtlenstedt wurden ELW und TLF zu einem Flächenbrand im Bereich der Kreisstraße zwischen Wahle und Fürstenau von der Leitstelle abgerufen. Das Löschgruppenfahrzeug übernahm noch schnell von einem Braunschweiger Tanklöschfahrzeug das Löschwasser und rückte mit vollem Löschwassertank in Richtung Wahle ab.

Gefunden wurde diese Einsatzstelle aber nicht mehr im Vechelder Zuständigkeitsgebiet, sondern nördlich des Mittellandkanals in der Gemarkung Woltorf.

Beim Eintreffen unseres Tanklöschfahrzeuges sprang der Stoppelfeldbrand gerade auf ein noch nicht abgeerntetes Weizenfeld über. Dadurch, dass zwei wassertragende Löschfahrzeuge verfügbar waren, konnte das Feuer in die Zange genommen und schnell abgelöscht werden. Insgesamt wurden 3 C-Rohre und mehrere Feuerpatschen vorgenommen. Den nachgeforderten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Peine aus Woltorf und Stederdorf wurde die Einsatzstelle zur Durchführung von Nachlöscharbeiten übergeben. Als Ursache wird hier Funkenflug aus dem Häcksler eines Mähdreschers vermutet.

Aber damit noch nicht genug: Um 18:34 Uhr piepten die Meldeempfänger erneut: Verdächtiger Rauch war aus der Sonnenberger Gemarkung gemeldet worden. Aufgrund des vom Disponenten gewählten Einsatzstichwortes wurde auch die Drehleitergruppe unserer Ortsfeuerwehr mitalarmiert. Vor Ort stellte sich dieses Ereignis aber als Blinder Alarm heraus – vermutlich durch die Staubentwicklung eines Mähdreschers.

Nach dem Einrücken ins Feuerwehrhaus konnte nur noch festgestellt werden: Das reicht für heute! Fünf Einsätze an einem Tag, das brachte die Einsatzkräfte ins Schwitzen!

Text: Michael Hanne / Fotos: Feuerwehr

Feuer vom 30.06.2018  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2018)Feuer vom 30.06.2018  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2018)Feuer vom 30.06.2018  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2018)Feuer vom 30.06.2018  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2018)
Feuer vom 30.06.2018  |  (C) Feuerwehr Vechelde-Wahle (2018)