VU durch plötzlich auftretendes Glatteis – Feuerwehr setzte Streusalz ein

Datum: Donnerstag 08.12.2022 um 21:05 Uhr
Alarmierungsart: AlarmApp, DME
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > H VU-2Y
Einsatzort: L475: Zwischen Vechelde und Köchingen
Einsatzleiter: OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: NEF (BF Braunschweig), Polizei, RTW (BF Salzgitter)


Einsatzbericht:

Gerade abgeschlossen war ein gemeinsamer Ausbildungsdienst der Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren Bettmar, Sonnenberg und Vechelde/Wahle in der Vechelder Ortslage. Einsatzkräfte, die bereits den Heimweg angetreten hatten, mussten umkehren, als die Integrierte Regionalleitstelle um 21:05 Uhr Alarm für den Rüstzug auslöste. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der L475 zw. Vechelde und Köchingen. Da das Feuerwehrhaus noch besetzt war, konnten der Einsatzleitwagen und das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug sofort ausrücken; der Rüstwagen und das Tanklöschfahrzeug folgten, nachdem genügend Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus verfügbar waren.

Auf der Südseite der Eisenbahnbrücke wurde auf einem Acker ein PKW vorgefunden, der, nachdem er glatteisbedingt nach rechts von Fahrbahn abgekommen war, einen Graben „durchpflügt“ und sich wohl mehrfach überschlagen hatte. Der Fahrer saß unter der Heckklappe und wurde von einem zufällig vorbeigekommenen Arzt betreut.

Sofort wurde der Brandschutz sichergestellt und der Fahrer von einem unserer Rettungssanitäter betreut. Um die Standsicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, musste die spiegelglatte Fahrbahn und der Fahrradweg mit Streusalz abgestumpft werden. Mit dem Ziel den Fahrer bis zum Eintreffen der Notärztin und des Rettungswagens warm und stabil zu halten, wurde er vor dem HLF, nachdem ein Rettungssanitäter eine schnelle Traumauntersuchung durchgeführt hatte, in eine schmerzfreie Sitzposition gebracht und mit Decken zugedeckt. Der Fahrer erhielt einen peripheren venösen Zugang über den eine Infusion verabreicht wurde.

Währenddessen wurde die Fahrzeugbatterie abgeklemmt und die Landesstraße von der Polizei und der TLF-Besatzung komplett gesperrt, um für den Rettungsdienst eine freie Zufahrt zu gewährleisten.

Nachdem das NEF aus Braunschweig und der RTW aus Salzgitter eingetroffen waren unterstützten unsere Einsatzkräfte die Arbeit des Rettungsdienstpersonals. Die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit der Polizei und den in unserem Zuständigkeitsbereich fremden Rettungsdiensteinheiten funktionierte auf professioneller Basis.

„Interessant“ war für die Einsatzkräfte die Anfahr-/Straßensituation. Während die Rampe auf der Nordseite der Eisenbahnbrücke noch gut befahrbar war, konnte man auf der südseitigen Rampe auf der Fahrbahn sich nur mit „schiebenden“ Beinen bewegen – so glatt war es.