Datum: Dienstag 20.01.2026 um 18:56 Uhr
Alarmierungsart: AlarmApp, DME
Einsatzart: Brand > B 2
Einsatzort: Braunschweig: Roggenkamp
Einsatzleiter: B-Dienst Braunschweig
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12
Weitere Kräfte: diverse Einheiten aus der Stadt Braunschweig, RTW (ASB BS), RTW (DRK Peine)
Einsatzbericht:
Mit dem Stichwort B2 und dem Meldebild „ausgelöster Warnmelder“ wurden unsere Einsatzkräfte heute gemeinsam mit Einheiten der Feuerwehr Braunschweig sowie dem Rettungsdienst Peine von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel in die Straße Roggenkamp in Braunschweig alarmiert.
Wie kommt es zu einer solchen Alarmierung?
Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um ein Hochhaus, für das aufgrund der Gebäudehöhe eine spezielle Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) gilt. Diese objektspezifische AAO sieht unter anderem den Einsatz von zwei Drehleitern vor.
Da die zweite Drehleiter der Berufsfeuerwehr Braunschweig zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Einsatz gebunden war, wurde unsere Drehleitergruppe zur Unterstützung alarmiert.
Wir rückten mit ELW 1, DLK 23/12 und HLF 20/16 zur Einsatzstelle aus. Bereits auf der Anfahrt nahm unser Zugführer Kontakt zu den Einsatzkräften der Feuerwehr Braunschweig auf.
Vor Ort gingen wir in Bereitstellung und nahmen Kontakt zum Einsatzleiter auf. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Braunschweig befanden sich bereits im Gebäude und führten die Erkundung durch. Wir unterstützten bei der Erkundung einer geeigneten Aufstellfläche für die Drehleiter auf der Gebäuderückseite.
Bereits nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden. Die Tür der betroffenen Wohnung wurde geöffnet und die Wohnung erkundet. Ein Auslösegrund für den Warnmelder konnte nicht festgestellt werden.
Anschließend wurden wir durch den Einsatzleiter aus dem Einsatz entlassen und rückten wieder in unser Feuerwehrhaus ein.
Warum dieser Einsatz ein wichtiges Thema anspricht
Auf der Anfahrt zur Einsatzstelle kam es mehrfach zu Situationen, in denen Verkehrsteilnehmende unsere Alarmfahrt ungewollt behinderten oder verzögerten.
An engen Stellen blieben Fahrzeuge auf gleicher Höhe stehen, an roten Ampeln wurde aus Unsicherheit nicht über die Haltelinie gefahren oder es kam auf freier Strecke zu abrupten Bremsmanövern.
Diese Reaktionen sind menschlich – sie kosten im Einsatzfall jedoch wertvolle Zeit. Zeit, die im Ernstfall über Menschenleben entscheiden kann.
In mehreren Situationen konnten die Verkehrsbehinderungen nur durch gezielte Anweisungen unseres Zugführers über die Außenlautsprecheranlage des Einsatzleitwagens aufgelöst werden.
Unser Appell an alle Verkehrsteilnehmenden
Wenn sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nähern:
- Bleiben Sie ruhig und handeln Sie besonnen.
- Fahren Sie – wenn erforderlich – zügig kontrolliert weiter, um Platz zu schaffen.
- Halten Sie an einer geeigneten Stelle an.
- Das Überfahren der Haltelinie an roten Ampeln ist erlaubt, wenn es der Freimachung der Straße dient.
- Vermeiden Sie abruptes Bremsen ohne zwingenden Grund.
Jede korrekt gebildete Rettungsgasse und jedes richtige Verhalten trägt dazu bei, dass wir schneller, sicherer und effektiver Hilfe leisten können.
Danke für Ihre Unterstützung – damit wir im Ernstfall dort ankommen, wo wir gebraucht werden.

