Großbrand in Werkstatt fordert umfangreichen Feuerwehreinsatz

Datum: Sonntag 12.04.2026 um 10:53 Uhr
Alarmierungsart: AlarmApp, DME
Dauer: 8 Stunden 18 Minuten
Einsatzart: Brand > B 3
Einsatzort: Vechelde: Hildesheimer Strasse
Einsatzleiter: stellv. OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1, MTF 1
Weitere Kräfte: AL Ost (LK Peine), ELW 2 (LK Peine), Fachgruppe Dekon (LK Peine), FGr Versorgung Vechelde, FTZ-Bereitschaft (LK Peine), FwSp Bettmar, FwSp Vallstedt Alvesse, FZ Wassertransport (KFB PE), GBM Vechelde, LNA (LK Peine), LV Ost, NEF (BF Braunschweig), OrgL RD (LK Peine), OrtsF Sierße/Fürstenau, RTW Vechelde (ASB Peine)


Einsatzbericht:

Um 10:53 Uhr wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle zunächst mit dem Stichwort B1 – Brennt PKW in die Hildesheimer Straße in Vechelde alarmiert. Nur wenige Sekunden später, während sich die ersten Einsatzkräfte noch auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus befanden, gingen bei der Leitstelle weitere Notrufe ein, die auf ein deutlich größeres Schadensereignis hindeuteten. Daraufhin wurde das Einsatzstichwort bereits vor dem Ausrücken der Einsatzfahrzeuge auf B3 – KFZ-Werkstatt-Brand erhöht.

Mit dieser Alarmstufenerhöhung wurden umgehend weitere Kräfte aus der Gemeinde (LV Ost) nachalarmiert sowie der ELW 2 des Landkreises Peine hinzugezogen, um eine frühzeitige Führungsunterstützung sicherzustellen.

Bereits auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung sichtbar und der Zerknall von Spraydosen hörbar.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen ein Werkstattbereich sowie ein angrenzender Anbau bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Mehrere Gasflaschen sowie die Flüssiggastanks abgestellter Fahrzeuge bliesen unter Hitzeeinwirkung ab und trugen maßgeblich zur weiteren Brandausbreitung und Intensivierung des Feuers bei.

Ein Innenangriff war aufgrund der fortgeschrittenen Brandentwicklung und der erheblichen Explosionsgefahr nicht mehr möglich. Die Einsatzkräfte leiteten daher umgehend eine Riegelstellung zum Schutz benachbarter Gebäude ein und nahmen parallel die Brandbekämpfung im Außenangriff vor.

Zur weiteren Unterstützung wurden die Feuerwehrstützpunkte Bettmar und Vallstedt/Alvesse nachalarmiert, so dass alle drei Feuerwehrstützpunkte der Gemeinde Vechelde alarmiert waren. Zusätzlich kamen weitere spezialisierte Einheiten zum Einsatz. Über Warnsysteme wurde die Bevölkerung entsprechend informiert.

Nach Eintreffen des ELW 2 wurde die Einsatzstelle durch den Einsatzleiter in insgesamt fünf Einsatzabschnitte gegliedert, um eine effektive Koordination der umfangreichen Maßnahmen sicherzustellen.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden zwei Drehleitern eingesetzt, um den Brand auch von oben zu bekämpfen. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden vier unabhängige Entnahmestellen eingerichtet, über die insgesamt acht C-Rohre sowie zwei Wenderohre gespeist wurden.

Ein besonderer Vorteil ergab sich durch den Fachzug Wassertransport der Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine, der sich zum Zeitpunkt des Einsatzes im Rahmen einer Übung in unmittelbarer Nähe befand. Die Übung konnte kurzfristig unterbrochen werden, sodass die Kräfte zeitnah in das Einsatzgeschehen eingebunden werden konnten. Dadurch standen frühzeitig zusätzliche Tanklöschfahrzeuge sowie weitere Atemschutzgeräteträger zur Verfügung, was insbesondere bei der Sicherstellung der Löschwasserversorgung und der personellen Durchhaltefähigkeit einen wesentlichen Beitrag zum Einsatzerfolg leistete.

Da eine mögliche Asbestbelastung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde vorsorglich der Fachzug Dekon der Kreisfeuerwehr Peine hinzugezogen. Glücklicherweise bestätigte sich diese Annahme im weiteren Verlauf nicht, da das betroffene Dach gehalten werden konnte.

Die Atemschutzgeräteträger wurden zentral an einem Sammelpunkt bereitgestellt, um jederzeit ausreichend Kräfte für den Einsatz unter Atemschutz verfügbar zu haben.

Zur fortlaufenden Abstimmung der Einsatzmaßnahmen fanden etwa stündlich Lagebesprechungen zwischen dem Einsatzleiter und den Einsatzabschnittsleitern statt.

Das angrenzende Wohngebäude konnte erfolgreich vor den Flammen geschützt werden. Im Bereich der Werkstatt und des Carports waren jedoch umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Um Glutnester freizulegen, kam ein Bagger eines örtlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieb zum Einsatz.

Zum Abschluss der Löscharbeiten wurde der betroffene Bereich umfassend mit Schaummittel – sowohl über handgeführte Strahlrohre als auch über die Drehleiter – abgedeckt, um ein Wiederaufflammen zuverlässig zu verhindern.

Insgesamt waren rund 178 Einsatzkräfte, darunter über 40 Atemschutzgeräteträger, für etwa 6,5 Stunden im Einsatz. Während der Löscharbeiten mussten Teile des Ortskerns von Vechelde vollständig gesperrt werden.