Großbrand in Stederdorf – Drehleitergruppe Vechelde/Wahle zur Unterstützung angefordert
Bereits seit 08:24 Uhr waren Einheiten der Feuerwehr Peine in Stederdorf im Einsatz – dort stand eine Lagerhalle, gefüllt mit Wellpapprollen, in Vollbrand.
Zur Unterstützung wurde unsere Drehleitergruppe durch den Einsatzleiter angefordert. Um 08:38 Uhr erfolgte die Alarmierung unserer Einsatzkräfte durch die Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel mit dem Stichwort F3.
Die alarmierten Einheiten rückten mit der Drehleitergruppe in Richtung
Stederdorf aus. Bereits auf der Anfahrt war eine massive
Rauchentwicklung sichtbar – eine Anfahrt auf Sicht war somit möglich.
Noch während der Anfahrt erfolgte, ebenfalls aufgrund einer
Nachforderung durch den Einsatzleiter, die Alarmierung des Fachzuges
Wassertransport der Kreisfeuerwehrbereit Ost des Landkreises Peine.
Durch die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle wird
das zum Fachzug gehörende und in der FTZ stationierte TLF 8 (W) besetzt.
Nach Anforderung durch den Zugführer der Drehleitergruppe wurde eine
erneute Alarmierung unserer Einsatzkräfte angefordert. Bereits nach
kurzer Zeit rückten weitere 7 Einsatzkräfte mit dem TLF 16/25 in
Richtung FTZ aus.
Nach dem Eintreffen der Drehleitergruppe im
zugewiesenen Bereitstellungsraum in der Straße Am Park ging der
Zugführer zur Erkundung vor. Der Drehleiterführer rüstete sich in dieser
Zeit umgehend mit einem Atemschutzgerät aus.
Nach der Einweisung
unseres Zugführers wurde die Drehleiter im nördlichen Bereich der
brennenden Lagerhalle in Stellung gebracht. In kürzester Zeit wurde die
Drehleiter für einen Wenderohreinsatz ausgerüstet und die
Brandbekämpfung konnte aus dem Rettungskorb aufgenommen werden.
Primär ging es im ersten Angriff darum eine Brandausbreitung in Richtung
Osten und Westen zu verhindern. Nach dem dort weitere handgeführte
Rohre in Stellung gebracht wurden, konnte die Brandbekämpfung im Bereich
der Lagerhalle aufgenommen werden.
Um das Feuer gezielter zu
bekämpfen wurde vom Wenderohreinsatz auf ein aus dem Rettungskorb
handgeführtes Rohr umgestellt – somit konnte auch durch seitliche
Öffnungen in der Blechverkleidung der Halle Flammen direkt bekämpft
werden.
Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass das Löschwasser
auf den Wellpapprollen förmlich abperlte. Daher wurde dem Löschwasser
mit der festverbauten Druckzumischanlage des HLF 0,5 % Schaummittel
zugemischt. Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung – die Flammen im
Erreichungsbereich des Wenderohres konnten deutlich reduziert werden.
In der Zwischenzeit wurde der alarmierte Fachzug Wassertransport abbestellt – der Einsatz war nicht mehr erforderlich. Das auf der Anfahrt zur FTZ befindliche TLF 16/25 wurde daher vom Zugführer zur Unterstützung der Drehleitergruppe zur Einsatzstelle beordert.
Nach ca. 2 Stunden war eine effektive Brandbekämpfung von der Drehleiter aus nicht mehr möglich. Daher wurde die Drehleiter abgerüstet. Somit konnte der Platz vor der Halle auch besser durch einen Teleskoplader, der die Stirnwand der Halle öffnete, genutzt werden.
Nach dem die Drehleitergruppe in Bereitstellung stand wurde sie um 11:30 Uhr aus dem Einsatz entlassen und rückten wieder in das Feuerwehrhaus ein.
Die Einheiten vor Ort haben noch eine längere Einsatzzeit vor sich – so müssen die Wellpapprollen mittels Bagger aus dem Hallengerippe geholt werden und dann mittels LKW zu einem Platz gebracht werden wo sie endgültig abgelöscht werden.

