Öl auf Stichkanal

Datum: Mittwoch 09.01.2008 um 07:32
Alarmierungsart: Sirene
Dauer: 6 Stunden 58 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > Öl2W
Einsatzort: Stichkanal nach Salzgitter – Höhe Wedtlenstedt
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 16/25, RW 1, TLF 8 (W)
Weitere Kräfte: Sierße-Fürstenau, Wedtlenstedt


Einsatzbericht:

Am 09.01.2008 um 07:32 Uhr wurden die Feuerwehren Vechelde und Wahle zusammen mit den Ortsfeuerwehren Sierße und Wedtlenstedt zu einem Einsatz auf dem Stichkanal Salzgitter alarmiert.

Auf der Anfahrt zum Einsatzort wurde an einer Kreuzung in Denstorf (B1/Wedtlenstedt) ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen vorgefunden. Mit den anwesenden Polizisten wurde abgesprochen die Ortsfeuerwehren Denstorf und Klein Gleidingen zur besetitig von austretenten Betriebsmitteln nachalarmieren zu lassen. Danach wurde die Fahrt zum eigentlichen Einsatzort fortgesetzt.

Folgende Lage wurde vorgefunden:
Vermutlich hat ein Binnenschiff beim Umpumpen von Dieselkraftstoff vom Haupt- in den Tagestank ca.100 Liter in den Kanal gepumpt. Die Gewässerverschmutzung ist bereits gegen Mitternacht berkannt geworden. Da jedoch ein Einsatz im dunklen als nicht ausführbar angesehen wurde, alarmierte man die Feuerwehr erst am Morgen des 09.01.2008. Der Ölfilm erstreckte sich von der Schleuse Wedtlenstedt bis zur Einmündung des Stichkanals in den Mittellandkanal.

Aufgrund des Schiffsverkehrs auf dem Stichkanal konnte auf diesem keine richtigen ölbindenen Maßnahmen eingeleitet werden. Die Ortsfeuerwehr Bortfeld legte auf Höhe der Ortschaft Bortfeld eine halbseitige Ölsperre an der die Binnenschiffe langsam vorbeifuhren.
Der ebenfalls mit Öl verschmutzt Jachthafen „Heidanger“ wurde mit einem Ölschlängel vom Stichkanal abgeriegelt. Im Jachthafen wurde Ölbindemittel auf die Wasseroberfläche aufgebracht und mittels Ölschlängel zusammengezogen. Zirka 3.000 Liter Bindemittel/Wassergemisch wurden von einer Entsorgungsfirma von der Wasseroberfläche abgesaugt.

Die Einsatzleitung vor Ort hatte der Gemeindebrandmeister. Ebenfalls mit vor Ort war die Ortsfeuerwehr Bortfeld, der Gerätwagen Umweltschutz (zugeführt von der FTZ Peine), sowie Kreisbandmeister, Abschnittsleiter Ost und der Stellvertretende Gemeindebrandmeister.