Großbrand: Lagerhalle steht in Vollbrand

Datum: Sonntag 01.09.2019 
Alarmzeit: 08:38 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Dauer: 4 Stunden 
Art: Brand > F3 
Einsatzort: Stederdorf: Am Park 
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25 


Einsatzbericht:

Großbrand in Stederdorf – Drehleitergruppe Vechelde/Wahle zur Unterstützung angefordert

Bereits seit 08:24 Uhr waren Einheiten der Feuerwehr Peine in Stederdorf im Einsatz – dort stand eine Lagerhalle, gefüllt mit Wellpapprollen, in Vollbrand.

Zur Unterstützung wurde unsere Drehleitergruppe durch den Einsatzleiter angefordert. Um 08:38 Uhr erfolgte die Alarmierung unserer Einsatzkräfte durch die Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel mit dem Stichwort F3.

Die alarmierten Einheiten rückten mit der Drehleitergruppe in Richtung Stederdorf aus. Bereits auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung sichtbar – eine Anfahrt auf Sicht war somit möglich.

Noch während der Anfahrt erfolgte, ebenfalls aufgrund einer Nachforderung durch den Einsatzleiter, die Alarmierung des Fachzuges Wassertransport der Kreisfeuerwehrbereit Ost des Landkreises Peine. Durch die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle wird das zum Fachzug gehörende und in der FTZ stationierte TLF 8 (W) besetzt. Nach Anforderung durch den Zugführer der Drehleitergruppe wurde eine erneute Alarmierung unserer Einsatzkräfte angefordert. Bereits nach kurzer Zeit rückten weitere 7 Einsatzkräfte mit dem TLF 16/25 in Richtung FTZ aus.

Nach dem Eintreffen der Drehleitergruppe im zugewiesenen Bereitstellungsraum in der Straße Am Park ging der Zugführer zur Erkundung vor. Der Drehleiterführer rüstete sich in dieser Zeit umgehend mit einem Atemschutzgerät aus.
Nach der Einweisung unseres Zugführers wurde die Drehleiter im nördlichen Bereich der brennenden Lagerhalle in Stellung gebracht. In kürzester Zeit wurde die Drehleiter für einen Wenderohreinsatz ausgerüstet und die Brandbekämpfung konnte aus dem Rettungskorb aufgenommen werden.
Primär ging es im ersten Angriff darum eine Brandausbreitung in Richtung Osten und Westen zu verhindern. Nach dem dort weitere handgeführte Rohre in Stellung gebracht wurden, konnte die Brandbekämpfung im Bereich der Lagerhalle aufgenommen werden.

Um das Feuer gezielter zu bekämpfen wurde vom Wenderohreinsatz auf ein aus dem Rettungskorb handgeführtes Rohr umgestellt – somit konnte auch durch seitliche Öffnungen in der Blechverkleidung der Halle Flammen direkt bekämpft werden.
Im weiteren Verlauf wurde deutlich, dass das Löschwasser auf den Wellpapprollen förmlich abperlte. Daher wurde dem Löschwasser mit der festverbauten Druckzumischanlage des HLF 0,5 % Schaummittel zugemischt. Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung – die Flammen im Erreichungsbereich des Wenderohres konnten deutlich reduziert werden.

In der Zwischenzeit wurde der alarmierte Fachzug Wassertransport abbestellt – der Einsatz war nicht mehr erforderlich. Das auf der Anfahrt zur FTZ befindliche TLF 16/25 wurde daher vom Zugführer zur Unterstützung der Drehleitergruppe zur Einsatzstelle beordert.

Nach ca. 2 Stunden war eine effektive Brandbekämpfung von der Drehleitergruppe aus nicht mehr möglich. Daher wurde die Drehleiter abgerüstet. Somit konnte der Platz vor der Halle auch besser durch einen Teleskoplader, der die Stirnwand der Halle öffnete, genutzt werden.

Nach dem die Drehleitergruppe in Bereitstellung stand wurde sie um 11:30 Uhr aus dem Einsatz entlassen und rückten wieder in das Feuerwehrhaus ein.

Die Einheiten vor Ort haben noch eine längere Einsatzzeit vor sich – so müssen die Wellpapprollen mittels Bagger aus dem Hallengerippe geholt werden und dann mittels LKW zu einem Platz gebracht werden wo sie endgültig abgelöscht werden.

Text: Martin Hanne / Fotos: Feuerwehr