Person in Silo verschüttet

Datum: Donnerstag 04.09.2008 um 21:34
Alarmierungsart: Sirene
Einsatzart: Hilfeleistung > HP2
Einsatzort: Wierthe: Fabrikstrasse
Fahrzeuge: TLF 16/25, RW 1, LF 8, LF 8/6
Weitere Kräfte: Vallstedt-Alvesse, Wierthe


Einsatzbericht:

Zu einem technische Hilfeleistungseinsatz wurden die Feuerwehren Vechelde und Wahle zusammen mit den Ortsfeuerwehren Vallstedt/Alvesse und Wierthe am Donnerstag, den 04.09.2008, um 21:34 Uhr alarmiert.

Mit dem Stichwort „Verschüttete Person“ rückten die Einsatzkräfte nach Wierthe aus. Im Zuckersilo der Nordzucker AG, auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Wierhe, war ein Arbeiter bei Tätigkeiten im Zuckersilo von abrutschenden Zuckermassen verschüttet worden. Die Einsatzkräfte fanden den Hilflosen bis zur Hüfte in Zucker steckend vor. Seine Kollegen hatten bereits zwei Stunden lang vergeblich versucht den Verschütteten zu befreien. Immer wieder rutschten und rieselten große Zuckermengen nach. Erst als die Kräfte nachließen, wurde die Feuerwehr alarmiert.

Der Arbeiter wurde zunächst mit einer über eine Bockleiter gespannte Feuerwehrleine vor einem weiteren einsinken gesichert. Des Weiteren wurde mit mehreren Brettern und Blechen versucht, ein Nachrutschen des Zuckers zu verhindern. Dies gelang aber zunächst nicht optimal. Selbst durch die kleinste Ritze rieselte der Zucker immer wieder in die frei geschaufelten Bereiche.

Der Versuch den Zucker über das Fördersystem unterhalb des Silos abzuziehen, verbesserte die Situation des Verschütteten nicht und musste daher wieder abgebrochen werden. Mehrfach mussten die Verbaue neu gesetzt werden. Immer wieder wurden die Bleche und Hölzer vom nachrutschenden Zucker verschoben.

Von den Einsatzkräften wurden mehrere Kubikmeter Zucker mit Schaufeln und Schiebern bewegt. Schweißtreibend war auch das Einbringen von Leitern und technischem Gerät durch ein kleines Mannloch im Silofußboden.

Erstaunlich war, dass der im Zucker Eingeschlossene über dreieinhalbstunden medizinisch stabil blieb. Nach eineinhalb Stunden mühsamer Handarbeit, konnte der bereits während der Befreiungsaktion laufend vom Rettungsdienst medizinisch überwachte Arbeiter gegen 23:45 Uhr mit sanfter Gewalt aus den Zuckermassen befreit werden und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Der Einsatz war für die jetzt mit Zucker bepuderten Einsatzkräfte um 00:30 Uhr beendet.