Brennende Rußteilchen schleudern als Fontäne aus Schornsteinkopf

Schornsteinbrand Sonnenberg

Datum: Freitag 29.11.2019 um 17:25
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten
Einsatzart: Brand > F2
Einsatzort: Sonnenberg: Sonnenberger Ring
Einsatzleiter: OrtsBM Sonnenberg
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12
Weitere Kräfte: Löschverbund Ost, Polizei, RTW (JUH BS), Schornsteinfeger


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort F2 und der Bemerkung „Schornsteinbrand“ wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit den Ortsfeuerwehren des Löschverbundes Ost (Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Vechelade und Wedtlenstedt) und einem Rettungswagen aus Braunschweig (JUH BS), von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die alarmierten Einsatzkräfte rückten mit der Drehleitergruppe (ELW 1, DLK 23/12 und HLF 20/16) zur Einsatzstelle im Sonneberger Ring in Sonnenberg aus.
Beim Eintreffen der Drehleitergruppe an der Einsatzstelle waren bereits die Ortsfeuerwehren Sonnenberg und Denstorf/Klein Gleidingen vor Ort und leitenden erste Maßnahmen ein.

Folgende Lage wurde durch die Einsatzkräfte der Drehleitergruppe vorgefunden:
In einem großen Gebäude in dem auch ein Gewerbebetrieb angesiedelt ist, brannte deutlich sichtbar ein Schornsteinzug. Brennende Rußteilchen schleuderten teilweise wie eine Fontäne aus dem Schornsteinkopf. Ein Büroraum im 1. Obergeschoss, durch den der Schornstein verläuft, war stark verraucht. Durch die Ortsfeuerwehren Sonnenberg und Denstorf/Klein Gleidingen wurde ein Trupp unter Atemschutz zur weiteren Erkundung und zur Schaffung einer Abluftöffnung im Büroraum eingesetzt. Zeitgleich wurde ein Hochleistungslüfter in Stellung gebracht.
Die Belüftungsmaßnahmen zeigten schnell Wirkung – so konnte der Büroraum bereits nach kurzer Zeit auch ohne Atemschutz betreten werden.

Durch die Drehleitergruppe wurde die Drehleiter vor dem Objekt in Stellung gebracht. Durch den Korbführer erfolgte eine dauerhafte Sichtkontrolle des Schornsteinkopfes. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle von oben ausgeleuchtet.
Parallel wurden durch die Ortsfeuerwehren des Löschverbundes mehrere C-Rohre zur Absicherung in Stellung gebracht und eine Wasserversorgung aufgebaut.

Bereits nach kurzer Zeit traf auch der alarmierte Schornsteinfeger an der Einsatzstelle ein. So konnte in enger Zusammenarbeit die Reinigung des brennenden Schornsteines beginnen.
Da die untere Reinigungsöffnung des Schornsteines nur schwer erreichbar war, war zur Reinigung etwas Improvisationstalent gefragt. So wurde die kleine Kohlenschaufel aus dem Schornsteinfegerwerkzeugsatz mittels Gewebeklebeband an einem Feuerpatschenstiel befestigt. So konnte die Reinigung des Schornsteinfußes leicht erfolgen.

Mehrfach wurde eine sogenannte Fallgranate von der oberen Reinigungsöffnung aus im Schornstein herabgelassen. So wurden die brennenden Rußablagerungen an der Schornsteininnenseite gelöst und konnten am Schornsteinfuß entnommen werden. Die Reinigung nach oben erfolgte mit einem sogenannten Rollenmeißel und Stoßstangen. Im weiteren Verlauf wurden auch eine Kratzfedereinlage und ein Kehrbesenaufsatz eingesetzt.

Nach ca. 2 Stunden konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Einsatzkräfte konnten nach dem Rückbau wieder in ihre Standorte einrücken.

Die Ortsfeuerwehr Sonnenberg verblieb als Brandwache noch einige Zeit vor Ort.