Vehrkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Samstag 20.03.2010 um 02:58
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 22 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: K25: Zwischen Bodenstedt und Lengede
Fahrzeuge: TLF 16/25, RW 1, LF 8/6
Weitere Kräfte: Bettmar, Bodenstedt, Liedingen


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort VU3 wurde die Nachtschleife des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle zusammen mit der Ortsfeuerwehr Bodenstedt und dem Löschzug Bettmar/Liedingen am Samstag, den 20.03.2010, um 02:58 Uhr alarmiert.

Auf der Strasse zwischen Bodenstedt und Lengede war ein PKW mit der Beifahrerseite gegen einen Baum geprallt. Die Beifahrerin und eine Mitfahrerin auf der Rücksitzbank wurde dabei schwer im Fuß- und Beckenbereich eingeklemmt. Der Fahrer und ein weiterer junger Mann konnten sich selbst vor Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten befreien.

Obwohl die beiden jungen Frauen schwer eingeklemmt und verletzt waren, hatten sie großes Glück – der Schutzengel war quasi mitgefahren. Es passierte das, was sonst nur im Fernsehen zu sehen ist – speziell in amerikanischen Filmen: Der PKW fing nach dem Unfall im Heckbereich an zu brennen …

Glückliche Fügung war, dass der gerade von einem Einsatz zurückkehrende Rettungswagen des ASB Peine (Standort: Feuerwehrhaus Vechelde-Wahle), von der Integrierten Regionalleitstelle ebenfalls alarmiert wurde. Das Fahrzeug befand sich in der Nähe der Einsatzstelle und die Besatzung konnte bereits auf der Anfahrt feststellen, dass der PKW brannte. Es wurde sofort eine qualifizierte Rückmeldung abgesetzt, die zur Nachalarmierung der Ortsfeuerwehr Vallstedt führte. Die Besatzung des RTWs konnte das Feuer mit Hilfe eines Feuerlöschers schnell löschen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, der mit mehreren Rettungwagen und zwei Notärzen, auch aus den Städten Braunschweig und Salzitter, vor Ort war, wurde die patientenschonende Rettung eingeleitet.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bettmar übernahmen die Beifreiung der Mitfahrerin auf der Rücksitzbank. Die Befreiung der Beifahrerin übernahmen die Kameraden der Feuerwehr Vechelde-Wahle. Dazu wurde standardmäßig der Geräteablageplatz aufgebaut. Die Einsatzstelle wurde umfänglich ausgeleuchtet.

Es waren regelmäige Absprachen zwischen den eingesetzten Einheiten erforderlich – die Zusammenarbeit funktionierte. Die Arbeiten im Fahrzeug waren allerdings schwierig; die eingeklemmten Beine musste mühsam von Hand freigelegt werden. Dazu wurden einfache Werkzeuge wie Stichsäge und Schraubendreher eingesetzt – aber auch mehrere Rettungszylinder. Während dieser Arbeiten erfolgte eine konsequente Betreuung der Patientinnen durch den Rettungsdienst im Fahrzeug. Schließlich konnte die hinten sitzende Frau befreit werden. Erst dadurch bestand die Möglichkeit die Rückenlehne des Vordersitzes mit einem hydraulischen Spreizer so weit nach hinten zu drücken, dass die im Beifahrersitzbereich eingeklemmte junge Frau – nach über einer Stunde Arbeitszeit – durch die hintere rechte Tür gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Weitere Einsatzkräfte betreuten mehrere Personen, die in einem PKW hinter dem Unfallfahrzeug hergefahren waren. Außerdem mussten Eltern, die zur Unfallstelle geeilt waren, betreut werden.