Brandmeldeanlage ausgelöst

Datum: Sonntag 20.06.2010 um 18:05
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten
Einsatzart: Brand > BMA
Einsatzort: Vechelde: Sophientaler Strasse
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 16/25, RW 1, MTF 1, LF 8/6
Weitere Kräfte: Bettmar, Bodenstedt, Liedingen


Einsatzbericht:

Zu einer ausgelösten Brandmeldeanalage im AWO Alten- und Pflegeheim in Vechelde wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle am Sonntag, den 20.05.2010, um 18:05 Uhr alarmiert

Im Feuerwehrhaus fand gerade eine Abschlussveranstaltung der Jugendfeuerwehr und zeitgleich eine Drehleiterausbildung statt, dadurch waren viele Kameraden anwesend. Das TLF 16/25 konnte daher umgehend nach der Alarmierung zum gegenüberliegenden Alten- und Pflegeheim ausrücken.

Zunächst ging der Gruppenführer zur Lageerkundung vor. Der Angriffstrupp folgte kurze Zeit später mit einem Kleinlöschgerät. Zeitgleich wurde ein Verteiler vor dem Haus gesetzt und ein C-Rohr vorbereitet. Noch bevor der Angriffstrupp das Gebäude betreten hat, kam die Rückmeldung, dass im zweiten Obergeschosse ein Brandabschnitt stark verraucht ist und sich dort noch eine Person aufhält. Es folgte eine Stichworterhöhung, die die Nachalarmierung der Ortsfeuerwehren Bettmar, Bodenstedt und Liedingen zur Folge hatte.
Es wurde sofort mit dem vorbereiteten Rohr in das Obergeschoss vorgegangen. Gerade als der Angriffstrupp im zweiten Obergeschoss angekommen war, kamen zwei Pflegerinne mit einem Bewohner in einem Rollstuhl durch den Rauch. Diese wurden in einen rauchfreien Bereich verbracht und alle Zimmer im verrauchten Bereich durchsucht. Bei der Suche wurde gleichzeitig ein Brandherd gesucht. Der Rauch kam aus dem im zweiten Obergeschoss geöffnet stehend Aufzug bzw. Aufzugsschacht – Flammen waren jedoch nicht zu sehen.

Vom Angriffstrupp wurden alle anderen Zimmer auf der östlichen Seite des zweiten Obergeschosses durchsucht. Eine Anwohnerin wurde aus ihrer Wohnung in einen sicheren Bereich geführt. Zeitgleich lief eine umfassende Erkundung. Zur Sicherheit wurden vom Gemeindebrandmeister, der zwischenzeitlich die Einsatzleitung übernommen hatte, drei Rettungswagen und ein Notarzt nachalarmiert.

Um den Brandrauch aus dem zweiten Obergeschoss zu bekommen wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Der Aufzugsschacht wurde im Erdgeschoss gewaltsam geöffnet um einen eventuelle Brandherd ausfindig zu machen. Hierzu wurde auch eine Wärmebildkamera von der Berufsfeuerwehr Braunschweig nachgefordert.

Da es sich um einen maschinenraumlosen Aufzug handelt, konnte der Aufzug nicht oberhalb der Kabine kontrolliert werden, deshalb wurde ein Aufzugsmonteur angefordert. Nach dessen Ankunft wurde versucht den Aufzug wieder in Betrieb zu nehmen und ihn in das erste Obergeschoss zu fahren um dann von oben die Kabine zu kontrollieren. Dies gelang jedoch nicht, daher wurde ein Belüftungsschacht auf dem Dach gewaltsam geöffnet und durch eine kleine Öffnung konnte die Kabine von oben bestiegen werden. Die Brandausbruchsstelle konnte jedoch nicht gefunden werden. Vermutlich war das Feuer durch das Freischalten des Aufzuges erloschen. Die Einsatzstelle wurde dem Heimleiter übergeben.

Im Einsatz waren mehrere Trupps unter Atemschutz, weitere Kräfte betreuten die Bewohner. Zur Sicherstellung des Brandschutzes wurde in jedem Geschoss ein C-Rohr bereit gehalten.