Gefahrgutaustritt in Stedum-Bekum

Datum: Donnerstag 02.04.2020 um 15:02
Alarmierungsart: DME
Dauer: 3 Stunden
Einsatzart: Hilfeleistung > GSL
Einsatzort: Stedum-Bekum
Einsatzleiter: EL Stedum-Bekum
Fahrzeuge: ELW 1


Einsatzbericht:

Aufgrund einer Freisetzung von Gefahrgut im Auflieger eines polnischen Sattelzuges in der Gemeinde Hohenhameln erfolgte um 15:02 Uhr die Alarmierung folgender Einheiten des Gefahrstoffzuges der Kreisfeuerwehr Peine:

  • Zugführer
  • ELW 1 Vechelde-Wahle (Zuführung Zugführer)
  • Fachgruppe Gefahrstoff Hohenhameln
  • Fachgruppe Gefahrstoff Ilsede (als Ergänzungseinheit)
  • Fachgruppe Gerätewagen Gefahrstoff Ilsede

Der Zugführer setzte mit dem ELW 1, zusammen mit zwei weiteren Kameraden unserer Ortsfeuerwehr, ein. Die Einsatzstelle wurde im Ort Stedum-Bekum vorgefunden. Dort waren bereits die Feuerwehreinheiten der FF Hohenhameln tätig.

Auf der Ladefläche des Sattelzuges war ein IBC-Container mit einem Formtrennstoff für das Druckgießen von Zink-Legierungen ausgetreten. Der LKW-Fahrer hatte mittels der pneumatischen Federung den Auflieger so eingestellt, dass Gefälle zur Stirnseite des Aufliegers gegeben war. Insofern konnte das freigewordene Trennmittel auf der Ladefläche aufgestaut werden. Es traten nur geringe Mengen tropfend aus; diese konnten mittels Wannen aufgefangen werden. Die Einsicht in die Transportpapiere und das Sicherheitsdatenblatt brachte die Erkenntnis, dass die Flüssigkeit gewässergefährdend ist und unter Schutzkleidung und Atemschutz vorgegangen werden soll. Insofern war der Einsatz der Feuerwehr erforderlich.

Die erste Erkundung im Auflieger erfolgte unter Chemikalienschutzanzug bei gleichzeitiger Sicherstellung der Dekontamination. Der defekte Behälter wurde stirnseitig im Auflieger vorgefunden. Insofern musste das Fahrzeug fast komplett entladen werden. Die IBC-Container und einige Fässer wurden im Auflieger von zwei Einsatzkräften unter Schutzkleidung rangiert und mittels eines Radladers mit Palettengabel entladen und auf Folie abgestellt. Der havarierte Behälter musste letztendlich nicht geborgen werden, da festgestellt wurde, dass das Umpumpen besser direkt auf der Ladefläche durchgeführt werden kann.

Die Einsatzstelle wurde um 17:30 Uhr  an eine Fachfirma übergeben.