Scheunenbrand in Wierthe – Drehleiter löscht effektiv von oben

Datum: Montag 03.08.2020 
Alarmzeit: 22:43 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Dauer: 3 Stunden 47 Minuten 
Art: Brand > F2 
Einsatzort: Wierthe: Im Dorfe 4 
Einsatzleiter: Gemeindebrandmeister 
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25 
Weitere Kräfte: Löschverbund Süd 


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort F2 und der Bemerkung „Scheunenbrand“ wurden die Kameradinnen und Kameraden einer Nachtschleife des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit den Ortsfeuerwehren des Löschverbundes Süd (Bodenstedt, Köchingen, Vallstedt/Alvesse und Wierthe), sowie einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die alarmierten Einsatzkräfte rückten mit der Drehleitergruppe (ELW 1, DLK 23/12 und HLF 20/16) zur Einsatzstelle in der Straße „Im Dorfe“ in Wierthe aus. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage dürfen die Einsatzfahrzeuge nicht wie üblich vollbesetzt ausrücken, daher wurde die Drehleitergruppe um das TLF 16/25 ergänzt.
Bereits auf der Anfahrt wurde den Einsatzkräften vom Disponenten der IRLS mitgeteilt, dass mehrere Personen einen Notruf abgesetzt haben. Ab dem Ortsausgang Köchingen war für die Drehleitergruppe eine Anfahrt auf Sicht möglich.

Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:
In einem Teilstück einer Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesen brannte vorrangig eingelagertes Stroh. Der Dachstuhl von diesem Gebäudeteil war bereits abgebrannt – nur noch die Sparren ragten in den Himmel. Von der Ortsfeuerwehr Wierthe und dem Feuerwehrstützpunkt Vallstedt/Alvesse wurden bereits mehrere Rohre zur Abriegelung und Brandbekämpfung vorgenommen.

Durch den Einsatzleiter, dem Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Wierthe, erhielt die Drehleitergruppe der Einsatzauftrag eine Brandbekämpfung von oben über die Drehleiter einzuleiten.

Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht und ein Wenderohreinsatz vorbereitet. Durch den Korbführer musste das Wenderohr jedoch nur kurzzeitig eingesetzt werden. Die Brandbekämpfung mit einem handgeführten C-Rohr aus dem Rettungskorb der Drehleiter war effektiver und zeigte schnell Erfolg. Damit das Löschwasser besser in das brennende Stroh eindringen kann, wurde dem Löschwasser über die im HLF 20/16 festverbaute Druckzumischanlage dauerhaft 1 % Mehrbereichsschaummittel zugemischt.

Um den kompletten Dachfirst der benachbarten großen Scheune komplett erkunden zu können, wurde die Drehleiter im Verlauf des Einsatzes neu positioniert. Aus dem Rettungskorb wurde der Dachfirst über die komplette Länge der Scheune geöffnet. Hierbei wurden an mehreren Stellen im Bereich des Dachfirstes glimmende Sparren vorgefunden. Diese wurden mit Netzwasser abgelöscht.

Die glimmenden Strohreste wurden aus der Scheune entfernt und im freien durch die Ortsfeuerwehren des Löschverbundes Süd abgelöscht.

Kurz vor dem Abrücken der Drehleitergruppe erfolgte eine Nachkontrolle des Dachfirstes mit der Wärmebildkamera.

Die Drehleiter und das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug konnten um kurz nach 1 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Der Einsatzleitwagen verblieb zur Unterstützung des Einsatzleiters noch weiter vor Ort.

Der Einsatz war jedoch für die Einsatzkräfte der DLK und des HLF mit dem Abrücken von der Einsatzstelle noch nicht beendet. Noch ca. 1,5 Stunden wurden benötigt um die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen – besonders aufwendig gestaltete sich die Reinigung des mit Brandresten verschmutzen Leiterparks der Drehleiter.