Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Donnerstag 30.06.2011 um 09:11
Alarmierungsart: DME
Dauer: 4 Stunden 9 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: B1: Umgehungsstrasse
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1
Weitere Kräfte: Bettmar


Einsatzbericht:

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person an der Auffahrt Vechelde Nord (am Feuerwehrhaus/McDonalds) zur Umgehungsstrasse wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle zusammen mit dem Feuerwehrstützpunkt Bettmar und dem Rettungsdienst (1x RTW Vechelde, 1x RTW Peine und Christoph 30) von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Ein PKW-Fahrer wollte offensichtlich auf die Umgehungsstrasse in Richtung Bettmar auffahren und übersah dabei einen aus Richtung Bettmar kommenden Kleinbus. Der Kleinbus kollidierte mit voller Wucht auf Höhe der A-Säule/Fahrertür mit dem PKW. Der PKW wurde daraufhin gegen die Leitplanke geschleudert und kam auf der Fahrbahn Richtung Bettmar und der Kleinbus quer zur Fahrbahn zum stehen.

Durch Fahrgäste eines Linienbuses wurde erste Hilfe geleistet. Durch die zuerst eingetroffene Rettungswagenbesatzung des in Vechelde stationierten Rettungswagen des ASB Peine konnte jedoch nur noch der Tod des PKW-Fahrers feststellt werden. Während der Untersuchungen durch den Rettungsdienst wurde der PKW unterbaut und hydraulisches Rettungsgerät in Stellung gebracht.

Während der umfänglich laufenden Erkundung wurde festgestellt, dass es sich bei dem Kleinbus um ein Fahrzeug mit Gasantrieb handelt. Die zwei nachträglich angebauten Gastanks sind durch den Unfall abgerissen und lagen unbefestigt auf der Fahrbahn – nur noch mit dünnen Schläuchen/Kabeln mit dem Fahrzeug verbunden. Der Brandschutz im Bereich des Kleinbuses wurde daraufhin vom TLF der Feuerwehr Bettmar sichergestellt.

Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 30 schwebte kurze Zeit über der Unfallstelle – da durch wartende PKW’s und LKW’s kein Landeplatz auf der Umgehungsstrasse zur Verfügung stand. Nach der Räumung einer kleinen Fläche landete der Rettungshubschrauber auf der Umgehungsstrasse.

Weiträumig abgesperrt wurde die Umgehungsstrasse daraufhin von der Polizei – der Verkehr wurde umgeleitet. Der verstorbene PKW-Fahrer durfte bis zur Unfallaufnahme durch einen Sachverständigen/Gutachter vorerst nicht aus dem PKW geborgen werden. In dieser Zeit wurde über die Integrierte Regionalleitstelle, sowie vom ELW 1 aus Kontakt mit einem Hersteller von Flüssiggasanlagen und anderen Firmen aufgenommen. Es wurde eine Fachfirma aus Braunschweig zur Demontage der Gastanks an die Unfallstelle bestellt. Wie sich herausstellte hatte der Fahrer des Kleinbuses sein Fahrzeug erst kurz vor dem Unfall komplett aufgetankt.

Nach der Freigabe durch die Polizei wurde der PKW-Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug geborgen und an einen Bestatter übergeben. Danach wurde der Kleinbus mittels Luftheber angehoben und unterbaut – so konnte die inzwischen eingetroffene Fachfirma aus Braunschweig die Gastanks demontieren. Die Gastanks wurden daraufhin von den Einsatzkräften die Strassenböschung hinauf getragen. Dort konnte ein Mitarbeiter der Firma die Sicherheitsventile öffnen und das Gas kontrolliert entweichen lassen. Bis zur kompletten Entleerung wurde der Branschutz sichergestellt.

Der Rüstwagen sicherte die Zufahrt zur Umgehungsstrasse am Kreisel am Ortsausgang Vechelde ab. Danach stand er einsatzbereit in Sichtweite am Feuerwehrhaus in Bereitstellung.

Nach dem Einsatz fand eine Einsatznachbesprechung mit den beteiligten Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes (RTW Vechelde) und einem Notfallseelsorger im Feuerwehrhaus Vechelde-Wahle statt.