Verdächtiger Rauch – Alarmübung

Datum: Donnerstag 15.09.2011 um 19:14
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 6 Minuten
Einsatzart: Brand > F2
Einsatzort: Gem. Wendeburg – OT Zweidorf – Mühlenstrasse
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12


Einsatzbericht:

Ausbildung durch Alarmübung in Wendeburg unterbrochen

15.09. – 19:00 Uhr – Ausbildungsdienst des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde/Wahle. Einsatzübungen stehen auf dem Programm. Nach der Einteilung der Mannschaft – insbesondere Festlegung des Angriffstrupps (PA-Träger) und der Drehleiterbesatzung noch eine Sondereinteilung: Kamerad Thomas E. hatte erfolgreich die Führerscheinerweiterung auf Klasse C abgeschlossen. Er wurde als Maschinist des HLF eingeteilt – er muss schließlich Erfahrungen sammeln.

Dann die erste (und schon letzte) Übung: Auf dem Festplatz in Wahle wurde die Drehleiter als Wasserwerfer in Stellung gebraucht. Das HLF sollte am nahen Brunnen in der Auestraße ansaugen. Die B- Leitungen wurden bereits verlegt, als vom ELW dem Zugführer der Hinweis gegeben wurde, dass soeben von der FF Wendeburg die Drehleitergruppe der Gemeinde Vechelde angefordert worden sei. Sofort wurde der Befehl „Marschbereitschaft herstellen“ gegeben. Nun alles, was bereits aufgebaut war, wieder zurück: Saugschläuche entkuppeln, B-Schläuche rollen, Brunnenkopf verschließen, DLK in Fahrstellung bringen. Zwischendurch piepten und rappelten die Meldeempfänger: „F2 – verdächtiger Rauch, unklare Lage – Zweidorf – Mühlenstraße – 51“ lautete die Alarmdepesche.

3 Minuten nach der Alarmierung fuhren wir dann von Wahle über Fürstenau und Sophiental nach Zweidorf. Im Wahler Wald stellte der Zugführer fest, dass bei der DLK das rechte Blaulicht nicht drehte. Kein Problem für Sascha D. – er reparierte das Blaulicht der DLK während langsamer Fahrt in der Fürstenauer Ortslage.

An der Fürstenauer Kanalbrücke wurde dann unser Zug getrennt. Der ELW 2 des Landkreises Peine wollte unbedingt zwischen unserem ELW 1 und dem HLF 20/16 seine Alarmfahrt fortsetzen. Die hervorragende Reaktion unseres „Jungkraftfahrers“ Thomas E. ermöglichte dies gerade so …

Vor dem Ort wurden wir von einem MTW der FF Wendeburg abgeholt und über Feldwege (verdammte Staubentwicklung – es hätte vorher regnen müssen) zur Mühlenstraße gebracht. Die direkte Zufahrt durch den Ort war nicht mehr möglich. Dort agierten bereits die Einheiten der Wendeburger Feuerwehr.

Vor Ort war dann schnell klar – aus dem Haus drang Theaternebel – also eine Übung. Die Wendeburger Feuerwehr übte Brandbekämpfung und Menschenrettung in einem zum Abbruch bestimmten Wohnhaus.

Wir erhielten den Auftrag Menschenrettung mittels DLK. Diese Aufgabe konnte mittels zweimaliger Korbfahrt schnell erledigt werden. Danach musste noch die Einsatzstelle mittels DLK ausgeleuchtet werden. Keine großen Aufgaben – wir hätten gern mehr von unserer Leistungsfähigkeit gezeigt. Da hätte man doch auch noch die Tragenhalterung nutzen und die Dachhaut von oben bewässern können …

Unser Angebot das Objekt mit der Wärmebildkamera abzusuchen, wurde vom Einsatzleiter der FF Wendeburg gern angenommen. Insofern waren Christoph K. und Rouven M. noch 15 Minuten unter Pressluftatmer im Einsatz.

Aus der Gemeinde Vechelde nahm auch die OrtsF Köchingen an der Alarmübung teil. Deren Aufgabe war die Einrichtung eines Verpflegungspunktes. Dazu kann man nur positiv feststellen: Wie immer, liebe Köchinger, die Würstchen und der Kaffee waren heiß und lecker.

Die Alarmübung brachte uns folgende Erkenntnisse:

 

  • Wir benötigen 14 Minuten um nach der Alarmierung mit der DLK-Gruppe in Zweidorf präsent zu sein.
  • Auch Alarmfahrten müssen geübt werden. Thomas E. wird sicherlich für seine erste Alarmfahrt beim nächsten Ausbildungsdienst eine Limonade spendieren.
  • Blaulichter können während der Fahrt von Sascha D. repariert werden.
  • Unser „Mädchenauto“, der ELW als Zugführungsfahrzeug, sorgt für freie Fahrt der Großfahrzeuge.
  • Gelbe Westen für Übungsbeobachter/Schiedsrichter führen zu Verwechselungen (so viele Einsatzleiter gibt es hier …).
  • Der ELW 2 des Landkreises Peine ist zu klein – es passen nicht alle Führer rein.

Und für die Wendeburger die Erkenntnis: Für Drehleitereinsätze muss eine große Fläche vor dem Gebäude freigehalten werden.