Mit Schwung durch die Bahnunterführung – Aufbau abgerissen

Datum: Mittwoch 02.06.2021 um 23:29
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde
Einsatzart: Hilfeleistung > H1
Einsatzort: Vechelde: Hildesheimer Straße
Einsatzleiter: OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: Polizei


Einsatzbericht:

02.06.2021 – 23:29 Uhr

Mit Schwung durch die Bahnunterführung – Aufbau abgerissen

Nicht zum ersten Mal wurden unsere Einsatzkräfte von der Integrierten Regionalleitstelle mit dem Stichwort „LKW in der Bahnunterführung eingeklemmt“ alarmiert. Bei diesem Einsatz wurde jedoch eine andere als die gemeldete Einsatzsituation im Bereich der Unterführung der Bahnlinie in der Nähe des Vechelder Bahnhofes vorgefunden:

Offensichtlich mit „viel Schwung“ hatte ein in Litauen zugelassener Klein-LKW mit Plane-/Spriegel-Aufbau, von Westen kommend, die Bahnunterführung durchfahren. Offensichtlich hatte der Fahrer die für sein Fahrzeug zu geringe Durchfahrhöhe (2,3 Meter) nicht erkannt. Die gesamte Ladefläche wurde dabei „durchgerüttelt“ und das die seitlichen Schiebeplanen haltende Alugerippe (Dachaufbau) wurde abgerissen. Für unsere Einsatzkräfte und die Polizisten ein Rätsel; schließlich ist doch schon aufgrund der Beschilderung erkennbar, dass diese Unterführung für hohe Fahrzeuge nicht geeignet ist …

Die mit dem Einsatzleitwagen, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und dem Rüstwagen ausgerückten Einsatzkräfte fuhren die Einsatzstelle über die Bahnhofsseite an, während das Tanklöschfahrzeug vom Einsatzleiter gleich über die Umgehungsstraße zur Westzufahrt der Unterführung in Marsch gesetzt wurde.

Während die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges die Zufahrt auf der Westseite sperrte, trennten die Einsatzkräfte auf der anderen Seite der Eisenbahnbrücke den noch am „seidenen Faden“ hängenden Aufbau vom Fahrgestell mit einer Blechschere ab. Noch mit eigener Kraft konnte der mit Garnspulen beladene Klein-LKW die Unterführung verlassen. Die Dachaufbauten wurden mit einer Säbelsäge in tragbare Teile zerteilt und am Straßenrand gelagert.

Kurz nach Mitternacht konnten die Einheiten wieder zum Feuerwehrhaus einrücken.