Verkehrsunfall in Vechelde

Datum: Montag 01.11.2021 um 17:18
Alarmierungsart: DME
Dauer: 30 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU1
Einsatzort: Vechelde: Hildesheimer Straße
Einsatzleiter: OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25
Weitere Kräfte: RTW Vechelde (ASB Peine)


Einsatzbericht:

Viel zu tun …

Drei Einsätze des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde/Wahle – nacheinander

Gleich drei Mal innerhalb von acht Stunden mussten unsere Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus kommen:

Um 17:18 Uhr wurden von einem Disponenten der Integrierten Regionalleitstelle in Brauschweig die digitalen Meldeempfänger der Einsatzkräfte zum ersten Mal ausgelöst; fünf Minuten später rückten der Einsatzleitwagen, gefolgt vom Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug zur Einsatzstelle im Einmündungsbereich der Taubenstraße in die Hildesheimer Straße in Vechelde aus. Beim Einbiegen aus der Tauben- in die Hildesheimer Straße war eine PKW-Fahrerin mit einem weiteren PKW zusammengestoßen. Dabei zog sich eine Fahrerin leichte Verletzungen zu. Sie wurde von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt, musste aber nicht transportiert werden.

Unsere Einsatzkräfte sperrten den Verkehrsfluss, leuchteten die Einsatzstelle aus, klemmten zwecks Sicherstellung des Brandschutzes die Fahrzeugbatterien ab und streuten ausgelaufene Motorflüssigkeiten mit Bindemittel ab.

Nach einer halben Stunde Arbeitszeit wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben und wieder ins Feuerwehrhaus eingerückt.

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Wenig später, um 18:49 Uhr dann „Zugalarm“ mit dem Stichwort „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ und dem Hinweis, dass sich noch Menschen im Gebäude befinden. Der Löschzug rückte, mit 20 Einsatzkräften besetzt, nach Bettmar aus. Ebenfalls von der Regionalleitstelle wurde der Löschverbund West, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Bettmar, Liedingen und Sierße/Fürstenau, alarmiert.

Zügig konnten wir die Menschenrettung aus dem Dachgeschoss eines zum Abbruch vorgesehenen Hauses an der Breite Straße mit der Drehleiter durchführen, zwei Atemschutztrupps bereitstellen und die Einsatzstelle „von oben“, mit den Scheinwerfern am Rettungskorb der Drehleiter, ausleuchten.

Dass es sich bei diesem Einsatz um eine Alarmübung handelte, bemerkten die Einsatzkräfte erst nach dem Eintreffen am Einsatzort und der ersten Lageerkundung. Insgesamt neun Lagedarsteller und Dummys hatte die Übungsleitung im Gebäudekomplex „versteckt“ und mittels Nebelgeneratoren für eine umfängliche „Verrauchung“ gesorgt.

Viele Erkenntnisse, insbesondere auch darüber, was in den nächsten Monaten schwerpunktmäßig geübt werden muss, konnten gesammelt werden. Dass Vecheldes neuer Bürgermeister Tobias Grünert bereits am Ende seines ersten Arbeitstages als Übungsbeobachter anwesend war, wurde bei der Übungsbesprechung von den Teilnehmern mit Beifall quittiert.

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Nach Mitternacht, um 01:05 Uhr mussten unsere Einsatzkräfte einer Nachtschleife die warmen Betten verlassen. Mit den Fahrzeugen der Rüstgruppe (Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Rüstwagen) wurde nach Wierthe ausgerückt. Von dort aus hatte ein Lokführer gemeldet, dass er eine Person oder ein Tier überfahren hätte. Die Erkundungsergebnisse der ebenfalls alarmierten Ortsfeuerwehren Wierthe und Vallstedt/Alvesse brachten aber die Erkenntnis, dass ein Wildschwein als Opfer zu beklagen ist. Unsere zügig eingeleitete Erkundung im Bereich der ehemaligen Zuckerfabrik konnte daher abgebrochen werden.