Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Donnerstag 13.12.2012 um 08:38
Alarmierungsart: DME
Dauer: 56 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: B1: Umgehungsstrasse
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1
Weitere Kräfte: Bettmar


Einsatzbericht:

Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Bettmar und Einheiten des Rettungsdienstes wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle von der integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.
 
Auf der Ortsumgehung Vechelde kurz hinter der Anschlussstelle Vechelde Nord in Richtung Braunschweig hat sich ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person ereignet.
 
Folgende Lage wurde beim Eintreffen der Einsatzkräfte vorgefunden:
Nach dem Zusammenstoß von zwei Personenkraftwagen kamen beide Fahrzeuge auf der Fahrspur in Richtung Braunschweig zum stehen – ein PKW um 90 Grad gedreht mit der Front an der Leitplanke und ein PKW, mit einer eingeklemmter Person, halb auf der Leitplanke hängend.
Die einklemmte Fahrerin wurde bereits von der Besatzung eines zufällig an der Einsatzstelle vorbeifahrenden Rettungswagens versorgt. Der zweite beiteiligte Fahrer wurde ebenfalls bereits betreut.
 
Maßnahmen der Feuerwehr:
Während der Erkundungsmaßnahmen wurde der Brandschutz sichergestellt und es wurde begonnen den Ablageplatz aufzubauen. Zeitgleich wurde versucht das halb auf der Leitplanke hängede Fahrzeug zu stabilisieren – dazu wurde sämtliches verfügbares Unterbaumaterial bereitgestellt.
 
Durch die in der Zwischenzeit eingetroffene Notärztin des Rettungshubschraubers Christoph 30 wurde mitgeteilt das eine schnelle Befreiung der eingeklemmten Frau nötig sei.
Es wurde, nach dem das Fahrzeug gegen absacken und verrutschen gesichert wurde, eine sogenannte Crashrettung (siehe Erläuterung am Ende des Berichts) eingeleitet – das Standardverfahren bei solchen Ereignissen ist eine patientenorientierte Rettung.
 
Die Patientin konnte durch die Entfernung der Fahrertür, Schaffung einer „dritten“ Tür und letztlich durch zurückschieben des Fahrersitz mit dem Spreizer bereits 13 Minuten nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte an den Rettungsdienst übergeben werden.
 
Des Weiteren wurde die Batterie des zweiten Fahrzeuges abgeklemmt.
 
Crashrettung:
Das Standardverfahren bei Einsätzen mit eingeklemmten Personen ist eine patientenorientierte Rettung. Bei diesem Verfahren wird darauf geachtet den Patienten möglichst behutsam und schonenend – ohne große Erschütterungen und Bewegungen – zu befreien.
Bei einer Crashrettung muss der Patient schnellstmöglich befreit werden, da die vorliegenden Verletzungen so schwerwiegend und eventuell lebensbedrohlich sind oder der Patient z.B. durch Flammen oder Absturz stark gefährdet ist. Trotzdem steht die Sicherheit der Einsatzkräfte im Vordergrund – daher muss das Fahrzeug, wie bei diesem Einsatz geschehen, gesichert werden.