Frontalzusammenstoß auf der Vechelder Umgehungsstraße

Datum: Sonntag 19.12.2021 um 16:24
Alarmierungsart: App, DME
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > H VU-3Y
Einsatzort: Vechelde: Umgehungsstraße – Abfahrt Vechelde Nord
Einsatzleiter: OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1, MTF 2
Weitere Kräfte: FwSp Bettmar, NEF (BF Braunschweig), OrtsF Sierße/Fürstenau, Polizei, RTW (DRK Peine), RTW Vechelde (ASB Peine)


Einsatzbericht:

Das von der Integrierten Regionalleitstelle um 16:24 Uhr geschickte Alarmierungsstichwort „H VU-3Y“ (in Klarschrift: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, mehr als 1 PKW/LKW beteilig“) und der Hinweis auf den Einsatzort, ein Verkehrsunfall im Bereich des Kreisverkehrs B 1/B 65, bedeutete, dass auch die Ortsfeuerwehren Bettmar und Sierße/Fürstenau alarmiert wurden.

Deshalb waren unsere Einsatzkräfte zunächst überrascht, bereits im Auffahrtsbereich unterhalb des Feuerwehrwehrhauses ein Trümmerfeld vorzufinden. Dort hatte ein aus Braunschweig kommender PKW links in Richtung „Europakreisel“ abbiegen wollen, dabei aber einen entgegenkommenden Renault übersehen.

Es muss wohl ein Frontalzusammenstoß gewesen sein – beide Fahrzeuge waren im Frontbereich stark zertrümmert und die Fahrzeugteile waren über die gesamte Umgehungsstraßenbreite verteilt.

Die Lageerkundung ergab, dass die beiden Fahrzeugführer zwar verletzt, aber nicht in ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren. Insofern unterstützten zunächst mehrere unserer auch im Rettungsdienst erfahrenen Einsatzkräfte die Besatzung des Rettungswagens bis zum Eintreffen eines zweiten RTW und eines Notarztes. Die Einsatzstelle wurde großflächig – auch mittels der Drehleiter als Lichtmast von oben – ausgeleuchtet. Die Ortsfeuerwehr Bettmar unterstützte, nach entsprechender Absprache mit der Polizei, bei der Straßensperrung. Die OrtsF Sierße/Fürstenau konnte mit einem Dank für die Einsatzbereitschaft gleich wieder entlassen werden.

Die im Abfahrtsbereich verteilten Fahrzeugteile wurden zusammengefegt, ausgelaufenes Motoröl wurde mit Ölbinder aufgenommen und die auf der nassen Fahrbahn in Regenbogenfarbe schillernden Kraftstoffflecken wurden mit einem speziellen Biotensid besprüht. Mit diesem nicht umweltgefährdenden Mittel führt die Ortsfeuerwehr Vechelde/Wahle derzeit einen Feldversuch durch.

Die beiden verletzten PKW-Fahrer/in wurden vom Rettungsdienst in das Städtische Klinikum Braunschweig transportiert.

Der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde/Wahle war mit dem Rüstzug (Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Rüstwagen, Tanklöschfahrzeug) vor Ort. Aufgrund der pandemiebedingten reduzierten Fahrzeugbesatzungen rückten auch Einsatzkräfte mit der Drehleiter und einem Mannschaftstransportwagen aus. Insgesamt waren 25 Einsatzkräften im Einsatz.