Vollbrand einer Lagerhalle

Datum: Sonntag 15.12.2013 um 20:30
Alarmierungsart: DME
Dauer: 5 Stunden 30 Minuten
Einsatzart: Brand > F3
Einsatzort: Broistedt: Vechelder Straße –> aktualisiert
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1


Einsatzbericht:

Ausgerückt zur Nachbarschaftshilfe nach Broistedt
– brennt Holzhandel – Feuer 3 (und mehr)

Nachdem bereits von Vechelde ein heller Flammenkegel am südwestlichen Horizont zu erkennen war, erfolgte um 20:33 Uhr die Nachalarmierung des Löschzuges Vechelde/Wahle. Voll besetzt und im Zugverband rückten wir in Richtung Broistedt aus. Bereits auf der Anfahrt war erkennbar: „Das dauert länger!“

Vor Ort wurde unsere Einheit auf der Ostseite des Firmengeländes eingesetzt. Dort galt es einen Werkstattkomplex abzuriegeln. Westlich dieser Werkstatt stand eine halboffene Halle bereits in Vollbrand. Dort gelagerte Paletten brannten lichterloh und die Dachfläche stand ebenfalls in Vollbrand.

Drehleiter, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Tanklöschfahrzeug wurden auf dem Hof in Stellung gebracht. Sofort wurden 2 B-Rohre, der Wasserwerfer auf dem Dach des TLF und die Drehleiter in Stellung gebracht. Die Trupps gingen unter Atemschutz vor. Leider stand lange Zeit keine stabile Wasserversorgung zur Verfügung. Deshalb war der Einsatz zwar zunächst sehr effektiv … – dann musste aber zeitweise eine Brandausweitung hingenommen werden.

Kurzfristig war die Situation derart kritisch, dass der Zugführer die Rücknahme der auf dem Hof eingesetzten Einheiten ins Auge fasste. Durch geschickten Umgang mit den geringen verfügbaren Löschwassermengen konnten die Maschinisten jedoch eine halbwegs ausreichende Wasserversorgung der Strahlrohe sicherstellen.

Kritisch war die Situation mehrfach für den Drehleiterführer. Durch die immer wieder abbrechende Wassersäule musste die Leiter mehrfach zurückgefahren werden. Offensichtlich bedingt durch einen technischen Defekt ließ sich die Drehleiter temporär nicht mehr bewegen. Selbst die Notfahrfunktion setzte aus. So blieb dem Korbführer nur der rettende Abstieg. Nach der kompletten Zurücknahme der Drehleiter im Notfahrbetrieb konnte aber die Funktionsfähigkeit wieder hergestellt werden. Zwischenzeitlich stellte die Drehleiter der BF Salzgitter die Abriegelung der Werkstatt sicher.

Ca. 2 m vor dem Werkstattgebäude konnte das Feuer gestoppt werden – aus Sicht des Zugführers eine Meisterleistung der Mannschaft.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde noch eine Holztrocknungsanlage mit mehreren Rohre gegen eine weitere brennende Halle erfolgreich abgeriegelt. Hier wurden mehrere Trupps im Außenangriff unter Filtergerät eingesetzt.

Ca. um 1:00 Uhr wurden der Löschzug Vechelde/Wahle von Kräften aus Barbecke und Münstedt abgelöst. Gegen 2:00 Uhr waren nach umfänglichen Reinigungs- und Bestückungsaktivitäten im Feuerwehrhaus V/W die Fahrzeuge und die Mannschaft wieder einsatzbereit.

Einsatzergebnis: Nachbarschaftshilfe erfolgreich durchgeführt!