Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Dienstag 17.06.2014 um 22:54
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde 17 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: Vechelde: Umgehungsstraße – Abfahrt Vechelde Nord
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: Bettmar, Denstorf-Klein Gleidingen, Liedingen


Einsatzbericht:

Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Vechelde Umgehungsstraße wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle, zusammen mit einem Rettungswagen (RTW) der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) aus Peine und der Ortsfeuerwehr Denstorf/Klein Gleidingen, alarmiert.

Aufgrund der Anzahl von verletzten Person (Acht Personen) wurde bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehreinheiten, durch den zuerst eingetroffenen Rettungswagen, das Stichwort MANV 7 (Massenanfall von verletzten Personen – sieben betroffene Personen) ausgelöst.
Dies hatte die Alarmierung weiterer Einsatzkräfte zur Folge: Unter anderem wurden der Löschzug Bettmar/Liedingen, der Organisatorische-Leiter Rettungsdienst, der Leitende Notarzt, ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug aus Braunschweig und weiterer Rettungswagen (auch der Schnell-Einsatz-Gruppe), alarmiert. Die Mitarbeiter des ASB-Peine (Besatzung 2. Vechelder RTW) die bereits auf dem Weg in den Feierabend waren (der zweite Rettungswagen in Vechelde ist Wochentags nur bis 23:00 Uhr besetzten), besetzten den RTW wieder und fuhren die Unfallstelle ebenfalls an.

Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:
Im Auf- und Abfahrbereich Nord der Umgehungsstraße Vechelde kam es zu einem Frontalzusammenstoß von zwei PKW.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle wurde bereits der schwerverletzte Fahrer des einen PKW durch die RTW-Besatzung versorgt. Auch der andere Fahrer wurde bereits durch diese Einsatzkräfte versorgt. Die weiteren sechs verletzten Personen, darunter vier Kinder, wurden bereits vorbildlich von anderen Autofahrern betreut.

In Absprache mit der RTW-Besatzung und dem Einsatzleiter übernahm der zum Rettungssanitäter ausgebildeter Gruppenführer des HLF 20/16, zusammen mit einem weiteren Kameraden, die Erstversorgung/Vorsichtung dieser sechs verletzten Personen.
Die Gruppenführerfunktion wurde an einen anderen ausgebildeten Gruppenführer übergeben.
Die Vorsichtung und Erstversorgung/-untersuchung der vier Kinder und der zwei Erwachsenen ergab, dass es sich lediglich um fünf leichtverletzte und eine schwerverletzte Person handelt. Die Kinder wurden in dieser Zeit weiter durch die Ersthelfer, zu denen mittlerweile ein vertrautes Verhältnis aufgebaut war, betreut.

Nach dem Eintreffen des NEF, wurden der Notärztin die Sichtungsergebnisse mitgeteilt. Diese untersuchte die betroffenen Personen erneut. Nach einer kurzen Abstimmung versorgte Sie weiter den verletzten Fahrer.

Während dieser Maßnahmen wurde die Einsatzstelle bereits weiträumig ausgeleuchtet und auslaufende Betriebsstoffe abgestreut. Des Weiteren wurden die Batterien der beiden Unfallfahrzeuge abgeklemmt.

Nachdem das NEF aus Braunschweig eingetroffen war, wurde zusammen mit diesem Notarzt eine dritte Sichtung durchgeführt.

Nach der weiteren Versorgung der Patienten durch Einsatzkräfte der Feuerwehr (u.a. der First-Responder-Staffel der Ortsfeuerwehr Liedingen) und der Besatzungen der weiteren alarmierten Rettungswagen wurden diese in die Krankenhäuser Peine und Braunschweig (Holwedestraße) transportiert. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die Kinder möglichst zusammen mit ihren Müttern transportiert wurden.

Nach dem Abtransport der verletzten Personen wurden die Unfallfahrzeuge durch Abschlepper aufgenommen und die Fahrbahn gereinigt. Die Umgehungsstraße Vechelde war während der gesamten Rettungs- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt.

Ein Dank gilt den Damen die als Ersthelfer hervorragende Arbeit geleistet haben. Als Besonderheit ist die Anzahl von verletzten Personen – 8 Personen, davon 4 Kinder – zu nennen.