Personensuche nach Sprung aus Zug

Datum: Mittwoch 07.01.2015 um 12:30
Alarmierungsart: Funk
Dauer: 2 Stunden
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3S
Einsatzort: Umgebung der Bahnstrecke zwischen Wierthe und Braunschweig
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1
Weitere Kräfte: Bodenstedt, Vallstedt-Alvesse


Einsatzbericht:

 

Nach dem Einsatz am Bahnübergang in Wierthe waren die Besatzungen des HLF 20/16 und des TLF 16/25 bereits wieder zurück im Feuerwehrhaus. Einige Kameraden waren wieder auf dem Weg zur Arbeit/nach Hause. Der RW 1 wurde gerade in die Fahrzeughalle gefahren als eine Anforderung vom Gemeindebrandmeister per Funk die Einsatzkräfte erreichte – er beorderte alle noch verfügbaren Einsatzkräfte zurück nach Wierthe.
 
Auf dem Rückweg zu seinem Standort befuhr der Gemeindebrandmeister die L473 zwischen Sonnenberg und Wierthe, als ihm in Höhe der Bahnunterführung an der ehemaligen Zuckerfabrik in Wierthe eine Person aus dem Gleisbett entgegenkam. Die Person flüchtete in Richtung der alten Klärbecken der ehemaligen Zuckerfabrik.
 
Da die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt davon ausgingen das die Person in suizidaler Absicht handelt, wurde die Bahnstrecke zwischen Vechelde und Groß Gleidingen erneut voll gesperrt. Die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle und die Ortsfeuerwehr Bodenstedt setzten mehrere Suchtrupps in dem gesamten Bereich der ehemaligen Klärteiche ein. Auch die Wärmebildkamera des ELW 1 wurde zur Unterstützung der Suche eingesetzt.
Da die eingesetzten Kräfte nicht ausreichten um die Fläche gründlich abzusuchen wurde die Ortsfeuerwehr Vallstedt/Alvesse nachgefordert – diese unterstützte die Suchmaßnahmen im Bereich der Aue.
 
Zum Einsatz kam wieder ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Polizeihund. Das Gebiet wurde gründlich abgesucht – es konnte jedoch wieder keine Person gefunden werden.
 
Schließlich wurde die Person von einem Bahnmitarbeiter im Stellwerk Groß Gleidingen gesichtet – die Person ging im Gleisbereich in Richtung Braunschweig. Der Mitarbeiter informierte den Notfallmanager – dieser informierte die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei.
 
Die Einsatzkräfte verlegten daraufhin alarmmäßig den Standort in Richtung Groß Gleidingen. Die Person konnte in Verlängerung der Bahnhofstraße in Groß Gleidigen nach einem Sprint eines Feuerwehrkameraden im Gleisbett gestoppt werden.
 
Die Person wurde an die Besatzung eines Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), der für diesen Einsatz in Bereitstellung stand, übergeben. Nach einer kurzen Untersuchung konnte die Person der Bundespolizei übergeben werden.
 

Die Einsatzkräfte konnten wieder in ihre Feuerwehrhäuser bzw. Standorte einrücken. Auch die Bahnstrecke Braunschweig-Hannover bzw. Braunschweig-Hildesheim konnte nach fast dreistündiger Sperrung wieder freigegeben werden.

 
Text: Martin Hanne