Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen

Datum: Samstag 04.07.2015 um 12:36
Alarmierungsart: DME
Dauer: 30 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU1
Einsatzort: B1/B65: Kreisel
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort VU1 wurden die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.
 
Die Einsatzkräfte rückten mit der Rüstgruppe, bestehend aus ELW 1, HLF 20/16 und RW 1, zur Einsatzstelle, dem Kreisel im Bereich der B1/B65, aus.
 
Folgende Lage wurde vorgefunden:
Ein PKW-Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist auf den im Kreisel aufgeschütteten Schotterhaufen aufgefahren. Beide Fahrzeuginsassen wurden bereits von der zuerst eingetroffenen Rettungswagenbesatzung im Rettungswagen versorgt bzw. betreut. Die Besatzung eines Streifenwagens der Polizeistation Vechelde sicherte die Unfallstelle im Bereich des Kreisels ab.
Aus dem Unfallfahrzeug trat Kühlflüssigkeit aus.
 
Die Einsatzkräfte ließen das Fahrzeug kontrolliert vom Schotterhaufen herunterrollen und streuten die auslaufende Kühlflüssigkeit ab. Im Motorraum war eine ganz leichte Rauchentwicklung wahrnehmbar – diese stammte vom Elektrolüfter im Bereich des Kühlers. Der Lüfter wollte den aufgrund der momentan anhaltenden Hitze stark erhitzten Motor nachkühlen – das Lüfterrad konnte sich jedoch aufgrund der Verformungen in der Fahrzeugfront nicht mehr drehen. Daher wurde die Batterie abgeklemmt und das Fahrzeug somit spannungfrei gemacht. Des Weiteren wurde die Unfallstelle abgesichert.
 
Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
 
Die Belastung für die Einsatzkräfte war aufgrund der starken Hitze dennoch hoch – es wurde daher bereits auf der Anfahrt „Marscherleichterung“ befohlen. Da keine Gefahr bestand wurde also auf das Tragen von Einsatzjacken und Helmen verzichtet.
 
Die Einsatzkräfte rückten durchschwitzt wieder in das Feuerwehrhaus ein.
 
Text: Martin Hanne