Schmorbrand in einer Lokomotive

Datum: Montag 13.07.2015 um 20:50
Alarmierungsart: DME
Dauer: 30 Minuten
Einsatzart: Brand > F2
Einsatzort: Groß Gleidingen: Bahnhofstraße
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25
Weitere Kräfte: Bodenstedt, Groß Gleidingen, Vallstedt-Alvesse


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort F2 (Feuer 2) und der Bemerkung „brennt Lok“ wurden die der Nachtschleife zugeordneten Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde, dem Löschzug Vallstedt/Alvesse und der Ortsfeuerwehr Groß Gleidingen, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.
 
Die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle rückten zuerst mit der Drehleitergruppe, bestehend aus ELW 1, DLK 23/12 und TLF 16/25, nach Groß Gleidingen aus.
 
Laut einer ersten Lageschilderung der Leitstelle wurde folgende Lage vor Ort vermutet:
Auf der Bahnstrecke zwischen Groß Gleidingen und Braunschweig hat ein Lokführer hinter dem Bahnübergang Groß Gleidingen seinen Güterzug, nachdem er Rauch in der Lok wahrgenommen hat, zum Stehen gebracht. Der Zug stand in Fahrtrichtung Braunschweig – die Lok befand sich fast mittig zwischen den Bahnübergängen Groß Gleidingen und Timmerlah (Braunschweig). Über die Notfallleitstelle der Bahn AG wurde die Leitstelle der Feuerwehr informiert und die Sperrung der Bahnstrecke veranlasst.
 
Die zuerst eingetroffene Ortsfeuerwehr Groß Gleidingen gab beim Eintreffen an der Einsatzstelle eine erste Lagemeldung ab – die Lokomotive stand ca. 400 Meter vom Ende der Bahnhofstraße bzw. des Feldweges.
Aufgrund der geschilderten Lage und der nicht vorhandenen Löschwasserversorgung im Bereich des vermuteten Standortes der Lokomotive, wurde vom Zugführer der Drehleitergruppe das im Feuerwehrhaus einsatzbereit besetzte HLF 20/16 nachgefordert. Fast zeitgleich forderte der Gemeindebrandmeister das LF 16-TS der Ortsfeuerwehr Bodenstedt bei der Leitstelle nach.
 
Beim Eintreffen der Drehleitergruppe an der Einsatzstelle wurde vom Gemeindebrandmeister die Rückmeldung „Feuer aus – keine weiteren Kräfte erforderlich“ an die Leitstelle abgesetzt. Die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle mussten nicht mehr einsetzen und konnten wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
 
In der Lokomotive lag ein Schmorbrand eines Kabels vor – dieser Brand ist mangels Masse von selbst erloschen. Der Lokführer wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasintoxikation von der Besatzung des mitalarmierten Rettungswagen versorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert.
 
Text: Martin Hanne