Feuer mit Menschenleben in Gefahr

Datum: Dienstag 27.10.2015 um 19:40
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde
Einsatzart: Brand > F2ML
Einsatzort: Vechelde: Am Windmühlenberg
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25, RW 1, MTF 1


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort F2ML (Feuer 2 mit Menschenleben in Gefahr) wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine) von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Von der Leitstelle bekamen die Einsatzkräfte über Funk eine erste Lagebeschreibung: In einem Gebäude in der Straße „Am Windmühlenberg“ wurde eine Verrauchung gemeldet. Eine Person wurde vermisst.

Die Einsatzkräfte rückten in geringem Abstand mit HLF 20/16, ELW 1, TLF 16/25 und RW 1 zur Einsatzstelle aus. Die zum Löschzug gehörende DLK 23/12 befindet sich momentan mit einem technischen Defekt in der Werkstatt – sie ist bis auf Weiteres nicht einsatzbereit.

Kurz vor der Einsatzstelle wurde von der zuerst eingetroffenen Rettungswagenbesatzung eine erste Lagemeldung abgegeben. Diese bestätigte die ersten Informationen der Leitstelle.

Erst nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle – ca, 7 Minuten nach der Alarmierung – wurde den Einsatzkräften klar, dass es sich um eine Alarmübung handelt. Trotzdem wurde die Einsatzlage professionell abgearbeitet.

Der Gruppenführer des HLF wurde von der Übungsleitung kurz in die Lage eingewiesen: Es brannte in einer Halle – eine Person wurde vermisst.

Das HLF wurde auf dem Hof eines ehemaligen Landschaftsbaubetriebes in Stellung gebracht. Der Gruppenführer gab den Befehl zu einem Einsatz mit Bereitstellung. Das heißt das die Wasserversorgung bis zum Verteiler aufgebaut wird und die Trupps einsatzbereit am Verteiler auf weitere Befehle des Gruppenführers warten.

Das an die Halle angrenzende Gebäude wurde durch die Eingangstür betreten und die Erkundung im Gebäude fortgesetzt. Die Rauchgrenze befand sich an einer Tür die von einem großen Büro in die Halle führte.

Der Gruppenführer des zwischenzeitlich eingetroffenen TLF wurde auf der Rückseite zur Erkundung eingesetzt.

Der Angriffstrupp vom HLF wurde zur Menschenrettung und Brandbekämpfung mit einem C-Rohr eingesetzt. Zeitgleich wurde die Überdrückbelüftung des Objektes vorbereitet.
Die Besatzung des TLF bereitete ebenfalls einen Einsatz mit Bereitstellung auf der Gebäuderückseite vor.

Der Angriffstrupp des HLF stieß bei der Suche nach der vermissten Person in der Halle auf ein Feuer (Realfeuer mit Strauchwerk) und löschte dies schnell ab, so dass keine offenen Flammen mehr sichtbar waren. Danach wurde die Suche fortgesetzt – bereits kurze Zeit später wurde die Person gefunden. Der Person wurde eine Fluchthaube aufgesetzt, danach wurde die Person gerettet und vor der Halle an den Rettungsdienst übergeben. Dies geschah bereits ca. 8 Minuten nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle.

Die vermisste Person wurde ca. 15 Minuten nach der Alarmierung an den Rettungsdienst übergeben – damit hätte die Person im Ernstfall eine hohe Überlebenschance.

In einer kurzen Nachbesprechung wurden vom Übungsleiter Ortsbrandmeister Michael Hanne und dem Zugführer Kai Hertweck wenige kleiner verbesserungswürdige Punkte angesprochen. Diese Punkte werden in den nächsten Ausbildungsdiensten aufgearbeitet.

Text: Martin Hanne