Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Freitag 06.11.2015 um 15:25
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: Vechelde: Umgehungsstraße Vechelde – Abfahrt Nord
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, RW 1


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort VU3 (Verkehrsunfall) und der Bemerkung „Person eingeklemmt Straße“ wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit beiden Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine) und dem Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.
 
Im Auf- und Abfahrbereich Vechelde Nord der Umgehungsstraße hatte sich ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Da nicht sicher ausgeschlossen werden konnte, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt ist, wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort VU3 – Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person – alarmiert.
 
Die Einsatzkräfte rückten in Rüstzugreihenfolge in kurzen Abständen mit dem ELW 1, HLF 20/16, RW, 1 und DLK 23/12 zur Einsatzstelle aus. Durch die unmittelbare Nähe des Feuerwehrhauses bzw. der Rettungswache zur Unfallstelle waren die Einsatzkräfte bereits wenige Sekunden nach dem Ausrücken an der Einsatzstelle.
 
Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:
Zwei beteiligte PKW waren jeweils im Frontbereich stark deformiert und blockierten beide Fahrbahnen. Betriebsstoffe und Karosserieteile waren im gesamten Ab-/Auffahrbereich auf der Fahrbahn verteilt. 5 Personen befanden sich zum Unfallzeitpunkt in den Fahrzeugen – 4 Personen wurden durch den Unfall leicht und eine Person schwer verletzt.
Die schwer verletzte Person befand sich beim Eintreffen der Rettungskräfte noch in einem der Unfallfahrzeuge – eingeklemmt war die Person jedoch nicht.
 
Die Arbeiten der Feuerwehr beschränkten sich daher auf folgende Maßnahmen:
– weiträumiges Absperren der Einsatzstelle (Unterstützung der Polizei)
– Sicherstellung des Brandschutzes durch das HLF 20/16 mit Schnellangriff Wasser, Schnellangriff Schaum und Pulverlöscher
– absperren eines Bereiches zum Landen des Rettungshubschraubers
– abstreuen der auslaufenden Betriebsstoffe mit Bindemittel
– abklemmen der Fahrzeugbatterien
– Unterstützung des Rettungsdienstes beim retten der schwer verletzten Person nach der rettungsdienstlichen Erstversorgung im Unfallfahrzeug
 
In Absprache mit der Polizei, die ebenfalls mit drei Fahrzeugen an der Einsatzstelle war, wurde eine Fachfirma zur Beseitigung der ausgelaufenen Betriebsstoffe über die Leitstelle angefordert.
 
Nach ca. 1,5 Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
 
Text: Martin Hanne