Schiffsunfall

Datum: Donnerstag 03.12.2015 um 19:13
Alarmierungsart: DME
Dauer: 47 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > PHT
Einsatzort: Wedtlenstedt: Mittellandkanal / Schleuse
Fahrzeuge: HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: Denstorf-Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Vechelade, Wedtlenstedt


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort PHT (Person in Höhe oder Tiefe) und der Bemerkung Schiffsunfall wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit dem Löschverbund Ost, bestehend aus den Ortsfeuerwehren Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Wedtlenstedt und Vechelade, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Bei einem Anlegemanöver eines Binnenschiffes nördlich der Schleuse Wedtlenstedt hatte sich ein schwerer Arbeitsunfall ereignet. Ein Besatzungsmitglied des Schiffes wurde dabei schwer verletzt. Noch vor dem Eintreffen der zuerst alarmierten Einheiten des Rettungsdienstes (NEF und RTW) wurde der verletzte Arbeiter durch die übrigen Besatzungsmitglieder unter Deck gebracht. Aufgrund der Enge und der schweren Verletzungen des Arbeiters benötige der Rettungsdienst die Unterstützung der Feuerwehr bei der Rettung vom Schiff.

Bei der Alarmierung befanden sich das HLF 20/16, die DLK 23/12 und das TLF 16/25 aufgrund der laufenden Drehleiterausbildung im Kreisverkehr vor dem Feuerwehrhaus. Somit konnten HLF und DLK direkt die Einsatzstelle anfahren. Das unterbesetzte TLF drehte und fuhr das Feuerwehrhaus zur Aufnahme weiterer alarmierten Kräfte an.
Der RW und das TLF rückten nach kurzer Zeit ebenfalls nach Wedtlenstedt aus.

Vor Ort wurde in Absprache mit dem Rettungsdienst die Schleifkorbtrage der Drehleiter zur Rettung des Verletzten vorbereitet. Nach einer Erstversorgung des polytraumatisierter Patienten durch den Rettungsdienst wurde dieser auf die Schleifkorbtrage umgelagert und an Land gebracht. Dort erfolgte wieder die Übergabe an den Rettungsdienst.

Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich. Die Einheiten rückten wieder in die Feuerwehrhäuser ein.

Definition Polytraum: Mehrere gleichzeitig erlittene Verletzungen verschiedener Körperregionen – wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

Text: Martin Hanne