Verkehrsunfall mit eingeklemmter Personen

Datum: Donnerstag 07.01.2016 um 18:54
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: K 57: Zwischen Groß Gleidingen und Klein Gleidingen
Fahrzeuge: ELW 1, DLK 23/12, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: Denstorf-Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Vechelade, Wedtlenstedt


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort VU3 und der Bemerkung „1x PKW verunfallt Person vermutlich eingeklemmt“ wurden die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit dem Löschverbund Ost bestehend aus den Ortsfeuerwehren Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Wedtlenstedt und Vechelade, Einheiten des Rettungsdienstes und Einheiten der Polizei, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Um 19:00 Uhr sollte der erste Ausbildungsdienst im neuen Jahr stattfinden – daher war das Feuerwehrhaus bereits mit vielen Einsatzkräften gefüllt. Dadurch konnte bereits kurz nach der Alarmierung zur Einsatzstelle ausgerückt werden. Die Ausrückefolge der Rüstgruppe konnte, da sich das HLF 20/16 momentan in der Werkstatt befindet, nicht eingehalten werden. Die Einsatzkräfte rückten mit ELW 1, RW 1, TLF 16/25 und DLK 23/12 aus.

Die Einsatzstelle befand sich auf der K57 zwischen Groß Gleidingen und Klein Gleidingen. Eine PKW-Fahrerin war vermutlich aufgrund der anhaltenden Witterungsverhältnisse mit ihrem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und mit der Fahrertür gegen einen Baum geprallt. Sie konnte das verunfallte Fahrzeug nicht mehr selbstständig verlassen.

Die Fahrerin wurde beim Eintreffen der Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle durch die zuerst eingetroffene Besatzung eines Rettungswagen versorgt. Die Einsatzkräfte der zuerst eingetroffenen Feuerwehreinheiten aus Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen und Sonnenberg begannen mit den ersten Maßnahmen zur Rettung der Fahrerin.

Die Einsatzkräfte der Rüstgruppe bauten standardmäßig den Ablageplatz mit den Gerätschaften des RW 1 und des TLF 16/25 auf. Des Weiteren wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Patientin mittels eines 1000 Watt Strahlers gewärmt.

Zur Erkundung im Innenbereich wurde durch den Zugführer der Rüstgruppe ein zum Rettungsassistent ausgebildeter Kamerad eingesetzt. Dieser konnte nach dem die rettungsdienstliche Erstversorgung abgeschlossen war den Fußraum kontrollieren. Die Kontrolle ergab, dass die Fahrerin nicht im Fußbereich eingeklemmt war. Daher wurde in Absprache mit dem Rettungsdienst versucht den Fahrersitz zurück zu schieben um mehr Platz zu schaffen. Die Verschiebung des Fahrersitzes war jedoch nicht mehr möglich. Daher wurde als nächste Maßnahme die Rückenlehne des Fahrersitzes vorsichtig nach hinten gedreht. Dabei erfolgte auch eine Kontrolle des Rückens der Fahrerin auf weitere Verletzungen. Über die Beifahrertür wurde ein kombiniertes Spineboard/Schaufeltrage (CombiCarrer) bis zum Fahrersitz vorgeschoben. Mit Unterstützung von zwei Einsatzkräften konnte sich die Fahrerin aus eigener Kraft am Lenkrad hochziehen, sich seitlich verdrehen und auf den CombiCarrer setzen. Nachdem sich die Patientin hingelegt hat, mit einer Rettungsdecke zugedeckt und mit einer Befestigungspinne auf dem Rettungsbrett fixiert wurde, konnte sie durch mehrere Einsatzkräfte aus dem Fahrzeug gehoben werden. Danach erfolgte die weitere Versorgung im Rettungswagen.

Danach wurde die Gerätschaften wieder verlastet und in das Feuerwehrhaus eingerückt.

Text: Martin Hanne