Verkehrsunfall mit verletzter Person / Auslaufende Betriebsstoffe

Datum: Dienstag 12.01.2016 um 11:06
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde
Einsatzart: Hilfeleistung > VU1
Einsatzort: Vechelde: Umgehungsstraße Vechelde Abfahrt Ost
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16


Einsatzbericht:

 

Zu einem Verkehrsunfall im Bereich der Abfahrt Ost der Vechelder Umgehungsstraße wurde ein Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine) alarmiert. Da aus einem der Unfallfahrzeuge Betriebsstoffe ausliefen, wurde, durch die Besatzung des Rettungswagen, die Feuerwehr nachgefordert.
 
Von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle mit dem Stichwort VU 1 und der Bemerkung „Verletzte Person nach Verkehrsunfall“ alarmiert.
 
Die Einsatzkräfte rückten mit HLF 20/16 und ELW 1 zur Einsatzstelle aus.
 
Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:
Im Bereich der Abfahrt Ost der Umgehungsstraße hatte sich ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Beide Fahrzeuge waren im Frontbereich stark deformiert und die Airbags hatten ausgelöst. Die Fahrzeuginsassen wurden durch die Besatzung des zuerst eingetroffen Rettungswagen versorgt – ein zweiter Rettungswagen befand sich noch auf der Anfahrt.
Ein Unfallfahrzeug stand quer auf der B1 im Abfahrtbereich nach Vechelde. Das zweite Fahrzeug ist einen kleinen Abhang hinab gefahren und stand unterhalb des Fahrbahnnieveaus im Bankett.
 
Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde in Absprache mit den ebenfalls bereits vor Ort befindlichen Einsatzkräften der Polizei die Unfallstelle mittels ELW und HLF (mit eingeschaltetem Heckwarnsystem) abgesichert. Die beim Unfall abgerissenen Fahrzeugteile wurden zusammen gefegt und anschließend die auslaufenden Betriebsstoffe des noch auf der Fahrbahn befindlichen Unfallfahrzeuges abgestreut. Zeitgleich wurden die Batterien der Unfallfahrzeuge abgeklemmt.
Nach der Aufnahme des gesättigten Bindemittels wurde das Unfallfahrzeug von der B1 in den Zufahrtbereich geschoben. Anschließend wurde die Fahrbahn mittels der Schnellangriffseinrichtung des HLF mit einem scharfen Wasserstrahl sauber gespritzt.Im Anschluss warteten die Einsatzkräfte auf die Abschlepper und sicherten die Einsatzstelle während der Aufnahme der Unfallfahrzeuge ab.
 
Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
 
Negativ ist aufgefallen, dass während der laufenden Arbeiten es immer wieder zu Störungen durch nicht einsichtige Fahrzeugführer kam. So wurde mehrfach, trotz der deutlich sichtbaren Einsatzstelle, in diese eingefahren. Mehrfach standen Autofahrer plötzlich zwischen den Einsatzkräften und forderten eine Weiterfahrt ein.
Höhepunkt war ein Autofahrer der hupend in die Einsatzstelle gefahren ist und sich auf der Fahrbahn befindliche Einsatzkräfte verscheuchen wollte. Den Aufforderungen der Polizei zu wenden und die Einsatzstelle zu verlassen ist der Fahrzeugführer nicht nachgekommen – es wurde immer wieder eine Weiterfahrt eingefordert. Trotz weiterer und mehrfacher Aufforderung das Fahrzeug abzustellen und die Fahrzeugschlüssel der Polizei zu übergeben hielt dier Person an ihrem Verhalten fest. Die Fahrzeugschlüssel wurden schließlich durch die Polizei sichergestellt und der der Polizei bereits bekannte Fahrzeugführer verlies zu Fuß die Einsatzstelle.
 
Wir sind stets bemüht die Absperrmaßnahmen zeitlich so gering wie möglich zu halten und den Verkehr so wenig wie nötig zu behindern. Trotzdem bitten wir die Autofahrer unsere Absperrmaßnahmen zu berücksichtigen und gegebenenfalls einen Umweg in Kauf zu nehmen, nur so ist ein sicheres Arbeiten für unsere Einsatzkräfte möglich – vielen Dank
 
Text: Martin Hanne