Katze zwischen Haus und Garage eingeklemmt

Datum: Dienstag 18.10.2016 um 12:05
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 11 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > H0
Einsatzort: Vechelde, Jaxtstraße
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort H0 (Hilfeleistung klein) und der Bemerkung „Katze zwischen Wohnhaus und Garage“ wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die Einsatzkräfte rückten mit der Rüstgruppe (ELW 1, HLF 20/16 und RW 1) zur Einsatzstelle in der Jaxtstraße in Vechelde aus.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte folgende Lage vor:
Eine junge Katze hatte sich auf unerklärliche Weise in einen schmalen Spalt zwischen einer Garage und einem Wohnhaus verkeilt. Das kleine Kätzchen war auf dem Rücken liegend so stark eingeklemmt, dass es sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Mit großen Augen schaute es die Besitzer und Einsatzkräfte an und miaute um Hilfe.

Mit verschiedensten Gerätschaften von den Fahrzeugen wurden „Befreiungswerkzeuge“ zusammengestellt. Zuerst wurde versucht mittels einem Stiel und einer Wäscheleine eine Schlinge um die Vorderpfoten der Katze zu legen. Dies gelang anfangs, jedoch konnte trotz leichtem Zug die Katze nicht befreit werden. Das Kätzchen durchbiss kurze Zeit später die Leine, so dass ein weiteres ziehen nicht mehr möglich war. Im weiteren Verlauf wurde auf unterschiedlichste Art versucht die Katze zu befreien. Unter anderem wurde versucht mittels Feuerpatschenstiel und daran befestigtem Schultereisen aus dem Schornsteinfegerwerkzeugkasten die Katze vorsichtig nach vorne zu schaufeln. Alle Versuche schlugen jedoch fehl.

Eine Vergrößerung des Spaltes mittels Hebekissen war nicht mögliche, daher wurde beschlossen die Rückseite der Garage, hinter der die Katze eingeklemmt war, gewaltsam zu öffnen. Die Besitzerin der Garage ermöglichte den Zugang zur Garage. Mit einem Bohrhammer wurde zunächst ein Loch in die Rückwand gebohrt. Die Katze wurde während der Arbeiten abgedeckt und dauerhaft von einer Einsatzkraft beobachtet. Anhand des ersten Bohrloches wurde die Lage der Katze festgestellt. Es wurde danach ein größeres Loch hinter der Katze in die Wand gebohrt bzw. gestemmt. Durch das entstandene Loch konnte das Kätzchen jedoch nicht befreit werden. Es war derart verkeilt das eine Befreiung ohne Verletzungen nicht möglich war. Das Loch wurde daher Zug um Zug vergrößert. Am Schluss wurde vorsichtig per Hand und 5 kg Fäustel die Betonwand entfernt.

Nach zweistündiger Arbeit konnte das Kätzchen den glücklichen Besitzern unverletzt übergeben werden.

Nach kurzen Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten rückten die Einsatzkräfte wieder in das Feuerwehrhaus ein.

Text: Martin Hanne