Brennnen Mülltonnen am Gebäude

Datum: Sonntag 08.01.2017 um 03:58
Alarmierungsart: DME
Dauer: 35 Minuten
Einsatzart: Brand > F2
Einsatzort: Vechelde, Moderson-Becker-Ring
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25


Einsatzbericht:

Brennen Mülltonnen am Gebäude – Wärmedämmverbundsystem beschädigt
 
Mit dem Stichwort F2 (Standardfeuer) und der Bemerkung „brennt Mülltonne am Haus“ wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde (ASB Peine), von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die alarmierten Einsatzkräfte rückten mit ELW 1, HLF 20/16 und DLK 23/12 zur Einsatzstelle im Modersohn-Becker-Ring in Vechelde aus. Kurz vor dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde vom zuerst eingetroffen Rettungswagen eine erste Rückmeldung abgegeben: „Feuer durch Anwohner mit Gartenschlauch abgelöscht“. Die Einsatzstelle wurde dennoch von den Einsatzkräften der Feuerwehr angefahren. Das TLF 16/25 rückte jedoch nicht mehr aus und verblieb einsatzbereit besetzt im Feuerwehrhaus.

Vor Ort wurde folgende Lage vorgefunden:
Ein Anwohner löschte mit einem Gartenschlauch die Überreste seiner Mülltonnen ab. An der weißen Wärmedämmverbundfassade waren deutlich Brandspuren bis unter das Dach sichtbar.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr leuchteten die Einsatzstelle aus und zogen die Mülltonnenüberreste mit Dunghacken vom Gebäude weg. Anschließend wurde die bereits beschädigte Wärmedämmverbundfassade mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Bei der Kontrolle wurde erhöhte Temperaturen im unteren Bereich (Erdgeschosshöhe) festgestellt. Deutlich sichtbar war auch der stark erwärmte Fenstersturz eines direkt über der Brandstelle gelegen Fensters im 1. Obergeschoss. Aufgrund dieser Erkenntnisse und den deutlichen Eindellungen im Fassadenputz wurde die Fassade geöffnet – zum Einsatz kam hierbei ein sogenannter Glas-Master. Dieses eigentlich zum Sägen von Verbundglasscheiben (Fahrzeugscheiben) gedachte Gerät stellte sich als außerordentlich hilfreich heraus.
Nach der Entfernung des Armierungsgewebes und Putzes wurden die Wärmeeinwirkung sichtbar – die Styropordämmplatten sind im Bereich der Brandstelle weggeschmolzen.

Im Anschluss wurde das erwärmte Mauerwerk kurz mittels Schnellangriff des HLF gekühlt. Des Weiteren wurden die Mülltonnenreste – anhand der noch vorhandenen Rollenanzahl waren es vermutlich drei Mülltonnen – noch einmal intensiv abgelöscht.

Im Anschluss wurde die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben und die Einsatzkräfte rückten wieder in das Feuerwehrhaus ein.

Text: Martin Hanne