Schornsteinbrand

Datum: Freitag 17.03.2017 um 10:12
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde 38 Minuten
Einsatzart: Brand > F2
Einsatzort: Vechelde, Hildesheimer Straße
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, RW 1
Weitere Kräfte: Bettmar


Einsatzbericht:

Feuer im Schornstein – vollen Schornsteinquerschnitt wiederhergestellt!

Zehnuhrzwölf: Alarm für den Feuerwehrschwerpunkt Vechelde/Wahle – Feuer 2, Schornsteinbrand in der Hildesheimer Straße in Bahnhofsnähe.

Mit dem Einsatzleitwagen, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, der Drehleiter und dem Rüstwagen rückten 16 Einsatzkräfte aus. Die erste Lage auf Sicht brachte für den Zugführer zunächst die Erkenntnis, dass der Schornstein noch zog. Die Erkundung des Schornsteins mit dem Spiegel des Schornsteinwerkzeugsatzes an der oberen Reinigungsöffnung brachte jedoch die Erkenntnis, dass der Schornsteinquerschnitt durch Rußablagerungen erheblich reduziert war und der komplette Verschluss drohte.

So wurden Löschmittel bereitgestellt und der Schornsteinquerschnitt nach oben mit einem Rollenmeißel und nach unten mit der Fallgranate erweitert.

Da der Schornstein sich als nicht dicht erwies, Rauch durch die Fassade drückte und eine Verrauchung der Geschosse drohte, wurde der Feuerwehrstützpunkt Bettmar nachalarmiert um genügend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben. Außerdem wurde der Überdrucklüfter eingesetzt.

Anschließend wurde der Schornstein weiterbearbeitet. Mehrfach wurde die Fallgranate eingesetzt und mittels Kratzfedereinlagen und Rollenmeißel wurde der brennende Ruß von den Schornsteininnenwänden gekratzt bzw. gestoßen. Das brennende Material wurde am Schornsteinfuß aus der Reinigungsöffnung geräumt und im Außenbereich abgelöscht.

Zur Absicherung der Einsatzstelle war je eine C-Leitung im Innen- und Außenbereich verlegt worden. Mittels des quer gestellten Rüstwagens wurde die Hildesheimer Straße Höhe Feldstraße gesperrt und auf der Bahnhofsseite erfolgte die Straßensperrung mittels Verkehrsleitkegel und dem Einsatzleitwagen.

Schwierig gestaltete es sich für die Integrierte Regionalleitstelle und den Führungsassistenten auf dem Einsatzleitwagen einen Schornsteinfeger zu erreichen. Nach dessen Eintreffen konnte diesem dann um 11:40 Uhr die Einsatzstelle übergeben werden.

Die Einsatzkräfte bedanken sich besonders bei dem Anlieger gegenüber der Einsatzstelle für die Getränkeversorgung.

Um 12:30 Uhr war der Einsatz – nach einer Intensivreinigung des Einsatzgerätes und dem Wiederaufklaren der Atemschutzgeräte – beendet.