Auslaufender Dieselkraftstoff aus Lokomotive

Datum: Dienstag 19.09.2017 um 12:42
Alarmierungsart: DME
Dauer: 2 Stunden 9 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > GSL
Einsatzort: Groß Gleidingen, Bahnhofstraße
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, TLF 16/25, RW 1
Weitere Kräfte: Köchingen, Sierße-Fürstenau, Wedtlenstedt


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort GSL (Gefahrstoff Land) wurden die Kameradinnen und Kameraden des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle, zusammen mit den Ortsfeuerwehren des Löschverbundes Ost (Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sonnenberg, Vechelade, und Wedtlenstedt), der Fachgruppe Versorgung (Ortsfeuerwehren Köchingen und Vechelade), der Fachgruppe Umwelt (Ortsfeuerwehr Sierße/Fürstenau) und dem Betriebspersonal des Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Peine, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Den Einsatzkräften wurde von der Leitstelle ein größerer Dieselaustritt aus einer Lokomotive gemeldet. Die Einsatzstelle befand sich nach einer ersten Information auf der Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Hannover im Bereich des zwischen Timmerlah/Stiddien und Groß Gleidingen.

Die alarmierten Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle rückten mit der Rüstgruppe, bestehend aus ELW 1, HLF 20/16 und RW 1, zur Einsatzstelle aus.

Da die genaue Lage der Einsatzstelle nicht bekannt war, fuhren alle alarmierten Einsatzkräfte die Bahnhofstraße in Groß Gleidingen an und verblieben dort in Bereitstellung. Der ELW 1 und der Gemeindebrandmeister erkundeten die genaue Lage der Einsatzstelle.

Nach dem Erreichen der Lokomotive wurde folgende Lage festgestellt:
Aus einer Diesellokomotive, die zwei weitere Diesellokomotiven überführte, trat aufgrund eines technischen Defektes Dieselkraftstoff aus. Da sich das Gespann aus drei Lokomotiven auf dem mittleren von fünf Gleisen zwischen dem Bahnübergang Timmerlah/Stiddien und Groß Gleidingen befand mussten alle Bahngleise gesperrt werden.

In enger Zusammenarbeit mit ebenfalls vor Ort anwesenden Notfallmanager der Bahn AG wurde das weitere Vorgehen besprochen. Da der ausgetretene Dieselkraftstoff in das Gleisbett getropft/gespritzt war, waren mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Mittel keine Maßnahmen zur Beseitigung möglich. Zur Verhinderung einer weiteren Verschmutzung des Gleisschotters wurde die Einsatzstelle vom geländegängigen RW 1 angefahren und von der Besatzung eine Schuttmulde unter den tropfenden Dieseltankanschluss gestellt. Das HLF 20/16 stand am Bahnübergang Timmerlah/Stiddien in Bereitstellung. Alle anderen sich auf der Anfahrt befindlichen Einheiten konnten die Alarmfahrt abbrechen bzw. aus dem Bereitstellungsraum wieder in die Feuerwehrhäuser einrücken.

Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich. Die Einsatzstelle wurde an eine Mitarbeiterin der unteren Wasserbehörde übergeben.

Text: Martin Hanne