Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Datum: Mittwoch 30.05.2018 um 07:04
Alarmierungsart: DME
Dauer: 1 Stunde 3 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung > VU3
Einsatzort: Vechelde, B 1 Denstorf –> Vechelde
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, RW 1


Einsatzbericht:

B1 glich einer Trümmerlandschaft

VU3 – schweres Rüstgerät erforderlich

 

Um 07:04 Uhr alarmierte die Integrierte Regionalleistelle die Rüstgruppe des Feuerwehrschwerpunktes und die Einheiten des Löschverbundes Ost zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.

Auf der B1, mitten im Denstorfer Busch war ein PKW mit einem LKW zusammengestoßen. Dabei wurde die Frontpartie des LKW und die linke Fahrzeugseite des PKW zertrümmert. Die Trümmerteile lagen auf der B1 verstreut.

Von den Vechelder Feuerwehreinheiten wurde der Fahrer des PKW in seinem Fahrzeug eingeklemmt, aber ansprechbar vorgefunden. Die Fahrertür war derartig deformiert, dass ein Zugang des Rettungsdienstes zum Patienten nicht möglich war.

Eingesetzt wurde deshalb das hydraulische Rettungsgerät der Ortsfeuerwehr Denstorf/Klein Gleidingen und das speziell für schwere Rüsteinsätze auf dem Rüstwagen des Schwerpunktes vorgehaltene leistungsfähige hydraulische Rettungsgerät. Allerdings erreichte selbst die zu diesem Rettungssatz gehörende hydraulische Schere ihre Grenzen. Insofern dauerten die Rettungsarbeiten – es waren viele Schnitte erforderlich.

Der Verletzte wurde zunächst von einem zufällig an der Einsatzstelle eingetroffenen Arzt und den Rettungsassistenten eines in Vechelde stationierten Rettungswagens des ASB behandelt und betreut. Diese Aufgabe übernahm nach dem Eintreffen des Feuerwehrschwerpunktes ein als Rettungsassistent ausgebildeter Feuerwehrmann der zu dem Eingeklemmten über die zwischenzeitlich beseitigte hintere Tür kletterte.

Letztlich wurde von dem mit modernsten Sicherheitseinrichtungen und Rückhaltesystemen ausgestatteten PKW das Dach abgeschnitten. So konnte der Patient sicher mittels eines Spineboardes (=Rettungsbrett) aus seiner misslichen Situation befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Dieser betreute zwischenzeitlich auch eine Unfallzeugin (vermutlich Schock) und den LKW-Fahrer.

Text: Michael Hanne