Von technischer Hilfeleistung bis Gefahrgutunfall – Intensives Training für den Ernstfall

Am 13. Februar stand unsere Zugausbildung auf dem Dienstplan.

Für diesen Abend wurden zwei Einsatzlagen vorbereitet, die auf die letzten Ausbildungsdienste aufbauten.

Die erste Lage war eine technische Hilfeleistung und die zweite ein verunfallter Pkw, hier bestand die Besonderheit darin, dass der Pkw Gefahrgut geladen hatte.

Nachdem die Einteilung der Fahrzeuge erfolgt ist, kam bereits der erste Einsatzbefehl über Funk.

„H1 Person eingeklemmt auf einem Spielgerüst“

Der erst eintreffende Zugführer führte eine Lageerkundung durch, aufgrund der Gegebenheiten vor Ort war eine direkte Erkundung nicht möglich. Die verletzte Person befand sich in einer Kuhle, die schwer zu erreichen war. Hierzu musste ein Zugang geschaffen werden. Die Besatzung des HLF nahm somit die Steckleiter vor, um eine sichere Begehbarkeit in die Kuhle zu errichten. Anschließend konnte der Zugführer in Begleitung des Angriffstrupps von dem HLF zu der verletzten Person gelangen. Es stellte sich heraus, dass die verunfallte Person eine Pfählungsverletzung hatte.
Ein Holzstück hatte sich durch den Arm gebohrt. Eine technische Rettung wurde umgehend eingeleitet. Die Schwierigkeit hierbei war die Höhe des Spielgerätes, die Person lag auf der höchsten Ebene.
Die Verletzung wurde versorgt und das Holzstücke auf ein kleineres Stück zersägt. Wichtig hierbei war, dass das Holzstück nicht herausgezogen wird, da sich sonst der Zustand des Patienten rapide verschlechtern würde.

Im Hintergrund wurde zeitgleich von der Besatzung des TLF und des RW die Schleifkorbtrage vorbereitet. Nach der Erstversorgung und Befreiung der Person, wurde diese über die Schleifkorbtrage zur höher liegenden Straße transportiert.
Anschließend wurde die Person dem Rettungsdienst übergeben.

Im Anschluss wurden die Gerätschaften wieder auf den Fahrzeugen verlastet und die Einsatzbereitschaft wurde hergestellt.

Kurz darauf gab es den zweiten Einsatzbefehl des Abends.

„Verkehrsunfall Pkw gegen Baum, eine Person vermutlich eingeklemmt, Rauchentwicklung sichtbar“

Der erst eintreffende ELW stellte schnell fest, dass es sich bei dem Pkw um einen Gefahrguttransporter handelte.
Umgehend wurden entsprechende Maßnahmen angewendet. Die nachrückenden Kräfte hielten einen Sicherheitsabstand ein. Eine Person war im Auto eingesperrt, eine Sofortrettung wurde durchgeführt. Hierzu rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten aus.
Zur selben Zeit wurde eine Not-Dekon aufgebaut und eine weitreichende Absperrung durchgeführt. Die Gefahrenstoffnummer wurde erkundet und somit konnten die nächsten Schritte eingeleitet werden.

In dem Fall eines Gefahrgutunfalles arbeitet die Feuerwehr nach dem GAMS – Schema

Gefahr erkennen
Absperren
Menschenrettung durchführen
Spezialkräfte anfordern

Die Übungen verliefen super und ein Lernerfolg der vorherigen Ausbildungsdienste wurde sichtbar.