Feuer im Vechelder Einkaufszentrum …“nur“ eine Alarmübung

Wohl mit einem Standardeinsatz rechneten unsere am Mittwoch um 19:00 Uhr alarmierten Einsatzkräfte, als auf dem Display der Meldeempfänger der Text „Alarm 67000_Vechelde_Peiner Straße_26_Rewe_Getränkemarkt“ aufleuchtete. Das signalisierte den Einsatzkräften den Einlauf der Brandmeldeanlage des Rewe-Getränkemarktes in Vechelde. Meist bedeutet ja so eine Alarmierung: Hinfahren – Feuerwehrschlüsseldepot öffnen – Brandmeldeanlage aufsuchen – Gruppenplan entnehmen – ausgelösten Melder suchen – Fehlalarm feststellen und wieder einrücken. Aber, es kam anders!

Der zuerst mit dem ELW 1 am Einsatzort eingetroffene Zugführer gab, da er eine starke Rauchentwicklung aus einem Nebengebäude feststellte und vom Marktleiter die Information bekam, dass sich noch Bauarbeiter im Gebäude aufhalten könnten, die Rückmeldung zur Integrierten Regionalleitstelle „Bestätigtes Feuer – Personen vermisst – Stichworterhöhung auf Feuer 2 – Menschenleben in Gefahr“. Daraufhin wurde vom Disponenten der Leitstelle auch der Löschverbund West mit den Ortsfeuerwehren Bettmar, Sierße/Fürstenau und Liedingen alarmiert.

Von unseren Einsatzkräften wurde ein beherzter Innenangriff eingeleitet, ein Sicherheitstrupp bereitgestellt, die Einsatzstelle ausgeleuchtet und die Wasserversorgung vom nächsten Unterflurhydranten aufgebaut. Auch die Drehleiter wurde in Stellung gebracht um im Falle einer Brandausweitung auf das Dach dort sofort die Brandbekämpfung aufnehmen zu können. So wurde der gesamte Löschzug „beschäftigt“.

Auf der Gebäuderückseite wurden dann die Einsatzkräfte des Löschverbundes West tätig. Um in das Gebäude vordringen zu können, musste dort zunächst mit dem hydraulischen Rettungssatz zwei Fenstergitter entfernt werden. Das gelang zügig, sodass auch von der Rückseite der Innenangriff eingeleitet werden konnte.

Der im Objekt von der Übungsleitung abgelegte Dummy wurde schnell gefunden und gerettet. Insgesamt wurden drei C-Rohre von Trupps unter Atemschutz ins Gebäude vorgenommen. Lange dauerte die Belüftungsmaßnahme mittels Überdrucklüfter. Das zeigt, dass es dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Manfred Roth und Gruppenführer Fabian Lux gut gelungen ist das „Übungsfeuer“ richtig zu dosieren. So war es für die unter Atemschutz vorgehenden Trupps bei Flammen-, Rauch- und Wärmeentwicklung wie in der Wirklichkeit!

Am Rand der Einsatzstelle beobachteten viele Zuschauern den Einsatz – schließlich war das Einkaufszentrum noch geöffnet. Der ebenfalls mitalarmierte Gemeindebrandmeister und das Übungsvorbereitungsteam waren mit der Arbeit der Einsatzkräfte zufrieden. Hoffentlich steht uns bald wieder ein derartiges Objekt für eine realitätsnahe Übung zur Verfügung!