Vegetationsbrand im Winter – Schwelbrand im Wahler Holz

Datum: Dienstag 13.01.2026 um 15:25 Uhr
Alarmierungsart: AlarmApp, DME
Dauer: 1 Stunde 16 Minuten
Einsatzart: Brand > B 1
Einsatzort: Wahle: K 21 –> Fürstenau (Wahler Holz)
Einsatzleiter: stellv. OrtsBM Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: HLF 20/16
Weitere Kräfte: Polizei


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort B1 und der Bemerkung „Qualmt im Unterholz – Einweiser auf K21“ wurden die Einsatzkräfte des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle durch die Integrierte Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die Einsatzmeldung sorgte zunächst für Verwunderung, da Vegetationsbrände üblicherweise eher in den trockenen Sommermonaten auftreten. Dennoch wurde das HLF 20/16 unverzüglich besetzt und die Einsatzstelle angefahren.

Auf dem Hauptweg im Wahler Holz trafen die Einsatzkräfte den Anrufer, der als Einweiser fungierte und den Weg zur Brandstelle zeigte. Bereits auf dem weiteren Marsch durch den Wald war Rauch wahrnehmbar, der sich wie ein leichter Nebelschleier zwischen den Bäumen ausbreitete und den Verdacht auf einen tatsächlichen Brand bestätigte.

Die Brandstelle befand sich abseits des Hauptweges, mitten im Wald unter zwei Nadelbäumen. Auf einer Fläche von rund 10 m² brannte bzw. schwelte das Unterholz. Aufgrund der Witterung und der vorhandenen Schneedecke wurde zunächst versucht, das glimmende Material mit Schnee abzulöschen. Diese Maßnahme zeigte jedoch keine ausreichende Wirkung, da sich das Feuer bereits tiefer in den Boden und das Wurzelwerk ausgebreitet hatte.

Daraufhin wurde das HLF näher an die Einsatzstelle herangeführt. Über eine Strecke von etwa 100 Metern wurde eine C-Schlauchleitung verlegt. Die Brandbekämpfung erfolgte mit einem extra für Vegetationsbrände verlasteten C-Mehrzweckstrahlrohr, dessen hohe mechanische Wirkung es ermöglichte, das Brandgut effektiv aufzubrechen und abzulöschen. Diese Vorgehensweise zeigte schnell Erfolg.

Insgesamt waren rund 2.000 Liter Löschwasser erforderlich, um den Schwelbrand vollständig zu löschen. Zur Sicherheit wurde die Brandstelle anschließend mehrfach mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um verbliebene Glutnester frühzeitig zu erkennen und ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an den Waldbesitzer übergeben, der die Brandstelle weiterhin beobachten und einer zusätzlichen Nachkontrolle unterziehen wird.