Alarmübung in Bettmar – Feuer mit Menschenleben in Gefahr

Mit dem Stichwort F2ML (Feuer mit Menschenleben in Gefahr) und der Bemerkung „Eine Person im Gebäude“ lösten um 19:00 Uhr die digitalen Meldeempfänger der Ortsfeuerwehren des Löschverbundes West (Bettmar, Liedingen, Sierße/Fürstenau) und des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle aus.
Zu diesem Zeitpunkt wussten die alarmierten Einsatzkräfte noch nicht, dass es sich um eine gut organisierte und realistisch dargestellte Alarmübung handelte.

Bereits um 17:00 Uhr traf sich das vierköpfige Organisationsteam um die beiden stellvertretenden Ortsbrandmeister Simon Jahns (Bettmar) und Manfred Roth (Vechelde/Wahle) um möglichst unauffällig die Alarmübung am Objekt Breite Straße 4 in Bettmar vorzubereiten.
Zur realistischen Darstellung wurden mehrere Nebelmaschinen eingesetzt und an zwei Stellen reale Feuer in dem zum Abriss vorgesehenen Gebäudekomplex entzündet.
Des Weiteren wurden vier Dummys im Objekt als vermisste Personen positioniert. Um diese auch mit den mitgeführten Wärmebildkameras schnell auffinden zu können, wurden zwei Dummys mit heißem Wasser gefüllten Säcken „beschwert“.

Um 18:00 Uhr trafen zwei weitere Übungsbeobachter und 5 Übungsdarsteller ein und wurden in die geplanten Abläufe eingewiesen.
Auch ein zusätzlicher RTW des ASB Peine unterstütze bei der Übungsdurchführung.

Nachdem alle Übungsdarsteller im Gebäude ihre zugewiesenen Plätze eingenommen hatten, Rauch deutlich aus dem Hauptgebäude quoll und offenes Feuer im Keller sichtbar war, wurde der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel der Startschuss übermittelt.

Um 18:49 Uhr lösten dann die digitalen Meldeempfänger der Einsatzkräfte aus. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung waren Martinhörner zu hören. Als erstes Fahrzeug traf der RTW des ASB Peine an der Einsatzstelle in. Kurze Zeit später erreichte der Feuerwehrstützpunkt Bettmar das Übungsobjekt, gefolgt von den anderen Feuerwehreinheiten.
Bettmars Ortsbrandmeister Holger Schmidt musste die Einsatzleitung übernehmen, erkundete die Lage und wies den Einheiten Aufgaben zu. Die Rettung einer im Dachgeschoss eingeschlossenen Person wurde zügig mittels der Drehleiter des Feuerwehrschwerpunktes vollzogen. Im Anschluss daran wurde die Einsatzstelle von oben mittels der am Rettungskorb der Drehleiter angebrachten Scheinwerfer ausgeleuchtet.
Von allen Feuerwehren wurden, unter der Leitung der Gruppenführerin der Ortsfeuerwehr Bettmar mehrere Trupps unter Atemschutz im Innenangriff eingesetzt.
Alle im Objekt befindlichen neun Personen konnten schnell gerettet werden.

Während der Übung wurde die B1 voll gesperrt – nur so konnten die Einsatzfahrzeug taktisch richtig aufgestellt werden.

Den Übungsablauf beobachtete auch der neue Gemeindebürgermeister Tobias Grünert. Im Rahmen der Nachbesprechung dankte er allen anwesenden Einsatzkräften für ihre Einsatzbereitschaft.

Um 21:30 Uhr waren alle Einheiten wieder in ihren Standorten.