Im Rahmen der letzten Zugausbildung stand ein zentrales Einsatzszenario im Fokus: Brandbekämpfung in Verbindung mit Menschenrettung unter realistischen Bedingungen.
Angenommen wurde ein Kellerbrand in einem Wohngebäude mit mehreren Parteien. Laut Lagebild befanden sich zunächst zehn Personen im Gebäude, von denen sich bereits acht selbstständig ins Freie retten konnten. Zwei Personen galten somit beim Eintreffen der Einsatzkräfte als vermisst.
Eine Person wurde im stark verrauchten Keller vermutet, während sich eine weitere Person durch Hilferufe im Dachbereich bemerkbar machte. Es ergab sich somit eine parallele Menschenrettung in unterschiedlichen Gebäudebereichen.
Strukturierter Einsatzaufbau
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurde die Einsatzstelle zügig und geordnet aufgebaut:
- Die Drehleiter wurde zur Menschenrettung vor dem Gebäude in Stellung gebracht.
- Der ELW übernahm die Koordination aus einer nahegelegenen Nebenstraße.
- Die Wasserversorgung wurde schnell und zuverlässig sichergestellt.
Zur Menschenrettung im Gebäude gingen zwei Trupps unter Atemschutz vor. Ziel war das schnelle Auffinden und Retten der im Keller vermissten Person.
Menschenrettung über die Drehleiter
Parallel dazu wurde die Rettung der Person im Dachbereich eingeleitet. Diese erfolgte über die Drehleiter durch ein Dachflächenfenster.
Unter Zuhilfenahme der Einstiegsleitern am Korb konnte ein sicherer und kontrollierter Übergang der Person aus dem Gebäude in den Korb der Drehleiter gewährleistet werden. Diese Art der Rettung erfordert ein hohes Maß an Präzision, Abstimmung und technischem Verständnis aller eingesetzten Kräfte.
Erfolgreiche Rettung beider Personen
Im weiteren Einsatzverlauf konnte auch die vermisste Person im Keller durch die vorgehenden Trupps lokalisiert und ins Freie gebracht werden. Damit konnten beide vermissten Personen zügig und erfolgreich gerettet werden.
Neue Drehleiter bringt entscheidenden Vorteil
Im Rahmen der Übung kam intensiv die neue Drehleiter zum Einsatz. Dabei zeigte sich deutlich, dass einige Anleiterstellen nur durch den Einsatz des Gelenkteils erreicht werden konnten.
Eine Menschenrettung in diesen Bereichen wäre mit der bisherigen Drehleiter in dieser Form nicht möglich gewesen. Die neue Technik erweitert die taktischen Möglichkeiten erheblich und stellt somit einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung dar.
Fazit der Übung
Die Übung hat erneut gezeigt, wie entscheidend eine strukturierte Einsatzführung, eine klare Kommunikation sowie das koordinierte Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte sind – insbesondere bei komplexen Lagen mit parallelen Rettungsmaßnahmen.
Im Rahmen der Nachbesprechung wurden zudem Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert, die in den kommenden Diensten gezielt aufgegriffen und weiter vertieft werden, um die Abläufe kontinuierlich zu optimieren.
Dank an die Eigentümer
Ein besonderer Dank gilt den Eigentümern des Übungsobjekts, die uns die Durchführung dieser realitätsnahen Ausbildung ermöglicht haben. Solche Übungsmöglichkeiten sind für eine praxisnahe Vorbereitung auf den Ernstfall von großer Bedeutung und keineswegs selbstverständlich.



















