Wir verrichten unsere Feuerwehrarbeit ehrenamtlich. Von daher müssen wir gelegentlich auch andere Prioritäten als die Berichterstattung über Feuerwehreinsätze setzen. Hiermit folgt nun eine Zusammenfassung der Einsätze der letzten vier Wochen. Besonders waren in diesem Zeitfenster die vielen Unwettereinsätze.
Einsatz Nr. 38 am 16.06. um 07:26 Uhr:
Unfall an der Kreuzung zwischen Vallstedt und Köchingen, am Abzweig in Richtung Wierthe. Drei beteiligte Fahrzeuge, keine eingeklemmten Personen. Es waren bereits Ortsfeuerwehren am Einsatzort, unsere Rüstgruppe wurde nicht benötigt.
Einsatz Nr. 39 am 19.06. um 02:45 Uhr:
Notfalltüröffnung in Vechelde – gestürzte ältere Dame in ihrer Wohnung vorgefunden, an den Rettungsdienst übergeben.
Einsatz Nr. 40 am 19.06. um 15:34 Uhr:
Nachbarschaftshilfeanforderung aus Braunschweig. Für einen Einsatz in Lehndorf wurde unsere Drehleitergruppe alarmiert. Allerdings wurde in Braunschweig noch während unserer Anfahrt zum Feuerwehrhaus wieder eine Drehleiter frei. Von daher wurde dieser Einsatz von der Leitstelle storniert und wir sind nicht mehr ausgerückt.
Einsatz Nr. 41 am 22:06. um 09:00 Uhr:
Brandschutzerziehung: Vorschulkinder der Kita Bullerbü werden von unseren Brandschutzerziehern im Feuerwehrhaus hinsichtlich des Verhaltens im Brandfall geschult; natürlich wurden auch die Feuerwehrfahrzeuge vorgestellt.
Einsatz Nr. 42 am 22.06. um 17:48 Uhr:
Alarmierung zwecks Einrichtung der Örtlichen Einsatzleitung in unserem Feuerwehrhaus aufgrund von Unwetterwarnungen. Dazu folgende Erklärung:
Wenn, z.B. bei Unwettern, die Anzahl der eingehenden Notrufe in der Integrierten Regionalleitstelle die Abfragekapazitäten an den Einsatzleitplätzen übersteigen, werden in der IRLS zusätzlich Notrufabfrageplätze besetzt – allerdings die Einsätze dort nicht mehr disponiert. Vielmehr übernehmen Örtliche Einsatzleitungen in den Gemeinden – hier die ÖEL Vechelde – die Dispositionsaufgaben. Dazu werden die in der Leistelle entgegengenommenen Einsätze per E-Mail an die ÖEL übergeben.
In diesem Fall ist es – wohl aufgrund eines Versorgungsfehlers im Einsatzleitrechner – zu einer umfänglichen Alarmierung der OrtsF VeWa gekommen (=Zugalarm).
Das wirkte sich aber Insofern positiv aus, dass für die Bearbeitung der im Folgenden aufgezählten Unwettereinsätzen spontan 30 Einsatzkräfte zur Verfügung standen. Alle Einsatzfahrzeuge konnten somit besetzt werden und es standen genügend Führungskräfte für die Disposition und Einsatzbegleitung in der ÖEL zur Verfügung.
Einsätze Nr. 43 bis 60 am 22. und 23.06. von 19:10 bis 02:15 Uhr
Das Einsatzspektrum reichte von wenigen Zentimetern Wasser im Keller bis zu überlaufenden Regenwasserrückhaltebecken. Einsatzschwerpunkte, an denen auch unser Tanklöschfahrzeug 16/25 und das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20 eingesetzt wurden, waren in Wierthe, Vallstedt, Klein und Groß Gleidingen und Denstorf.
Insgesamt wurden von der ÖEL 61 Einsätze disponiert, es waren alle Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde im Einsatz. Es wurden alle verfügbaren Tauch- und Schmutzwasserpumpen eingesetzt. Zur Ableitung des Regenwassers wurden über 1.600 Meter B-Schlauch ausgelegt. Zum Absenken des Wasserspiegels im Denstorfer Regenwassernetz musste auch das THW Peine mit leistungsfähigen Pumpen eingesetzt werden. Auch wurde von den umliegenden Gemeinden Einheiten im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Nachbarschaftshilfe angefordert.
Einsatz Nr. 61 am 23.06. um 08:56 Uhr:
Zusammen mit weiteren Ortsfeuerwehren wurden wir erneut nach Denstorf (Zur Meesche) alarmiert. Wie schon in der Nacht zuvor lief hier in der Straße Meergraben das Regenwasserrückhaltebecken nicht ab. Auch der Sandfang vor dem Stichkanaldüker war übervoll. Da es erneut regnete musste hier erneut gehandelt werden. Mittels massivem Pumpeneinsatz unseres HLF und des TLF und der Pumpen weiterer OrtsF wurde der Wasserstand im Regenwasserrückhaltebecken und vor dem Düker gesenkt.
Dieser Einsatz war erst um 13:45 Uhr beendet.
Einsatz Nr. 62 am 23.06. um 14:14 Uhr:
In Vechelde wieder Wasser im Keller gemeldet. Die Erkundungsfahrt mit dem Einsatzleitwagen ergab, dass ein Feuerwehreinsatz nicht möglich war.
Einsatz Nr. 63 am 24.06. um 11:34 Uhr:
Ölspur in der Brackestraße – bereits breitgefahren. Mit dem ELW wurde zunächst die Erkundung der Einsatzstelle durchgeführt. Ergebnis war, dass das komplett besetzt im FwH bereitstehende Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nicht ausrücken musst. Mit den Mitteln der Feuerwehr konnte diese Straßenkontamination nicht beseitig werden. Insofern wurde eine Spezialfirma angefordert und die Straße mit Heißwasser unter Hochdruck und mit Tensideinsatz gereinigt.
Einsatz Nr. 64 am 25.06. um 15:09 Uhr
Tierrettung in Köchingen. Ein Greifvogel hatte die Jungstörche im Köchinger Horst attackiert. Ein Jungstorch ist dabei abgestürzt. Ein Nachbar hatte das Geschehen beobachtet und den Jungstorch in seine Obhut genommen.
Mittels der Drehleiter wurde der Jungstorch wieder in Horst gesetzt.
Einsatz Nr. 65 am 25.06. um 19:50 Uhr:
Verdächtiger Rauch in Wedtlenstedt gemeldet – die DLK-Gruppe wurde alarmiert. Beim Ausrücken erreichte uns die Meldung der Polizei, dass es sich um ein Grillfeuer handelt. Das hatte den Einsatzabbruch zur Folge.
Einsatz Nr. 65 am 28.06. um 15:00 Uhr:
Brandschutzerziehung: Besuch der Kita II in Wahle mit dem ELW und dem HLF. Dort fand mit dem Feuerwehrbesuch ein „Projekt Fahrzeuge“ den Abschluss. Eine gute Werbeaktion für die Feuerwehr.
Einsatz Nr. 66 am 10.07. um 17:36 Uhr:
Mit dem Stichwort „Person im Aufzug – Menschenleben in Gefahr“ wurden wir zusammen mit der Ortsfeuerwehr Vallstedt/Alvesse zur Siloanlage der Nordzucker AG nach Wierthe alarmiert. Vor unserem Eintreffen hatte die Person den Aufzug wieder in Betrieb setzen können – von daher war der Einsatz der Feuerwehr nicht mehr erforderlich.
Einsatz Nr. 67 am 11.07. um 14:34 Uhr:
Identische Alarmierung wie zum vorangegangenen Einsatz – Person im Aufzug. Ebenfalls alarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Wierthe und Vallstedt/Alvesse.
Auch dieses Mal war bei unserem Eintreffen die im Fahrkorb eingeschlossene Person bereits befreit. Aufgrund der Duplizität des Ereignisses hat unser Zugführer nun aber eine umfängliche Lageerkundung und eine Befragung der verantwortlichen Person der Nordzucker AG durchgeführt.
Festgestellt wurde, dass in der Siloanlage eine Fremdfirma mit Reinigungsarbeiten beschäftigt wird. Die Einweisung der Mitarbeiter dieser Firma in die Lichtschrankenabsicherung des Fahrkorbes und der Durchführung eines Resets im Falle der Auslösung ist wohl vergessen worden. Das wurde nun unverzüglich nachgeholt …
Wir haben bereits weitere Einsätze abgearbeitet – weitere Informationen können den Einsatzberichten entnommen werden.
Text: Michael Hanne

