Glück im Unglück: Hausanschlussraum verraucht in Wahle

Datum: Montag 03.02.2025 um 08:52 Uhr
Alarmierungsart: AlarmApp, DME
Dauer: 40 Minuten
Einsatzart: Brand > B 2
Einsatzort: Wahle: Vechelader Weg
Einsatzleiter: EL Vechelde-Wahle
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, MTF 1
Weitere Kräfte: FwSp Denstorf/Klein Gleidingen, Polizei, RTW Vechelde (ASB Peine)


Einsatzbericht:

Mit dem Stichwort B2 und dem Meldebild „verdächtiger Rauch“ wurde der Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle, zusammen mit dem Feuerwehrstützpunkt Denstorf/Klein Gleidingen und einem Rettungswagen der Rettungswache Vechelde, von der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel alarmiert.

Die Leitstelle teilte den ausgerückten Einheiten per Funk eine erste Lage mit:
„Verrauchung im Hausanschlussraum eines Einfamilienhauses. Schornsteinfeger vor Ort. Gebäude ist geräumt.“

Beim Eintreffen des Einsatzleitwagen an der Einsatzstelle bestätigte sich die Lage:
Die Bewohner des Hauses, sowie der Schornsteinfeger, der Stördienst Gas des Energieversorgers sowie die Rettungswagenbesatzung warteten vor dem Haus auf die Einsatzkräfte der Feuerwehr und wiesen den Einsatzleiter in die genaue Lage ein.

Die Hausbewohner hatten aufgrund eines ausgelösten CO-Warnmelders den Schornsteinfeger und den Stördienst Gas des Energieversorgers benachrichtigt.
Der kurze Zeit später eintreffende Schornsteinfeger stellte eine Verrauchung im Hausanschlussraum fest und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Das Gebäude wurde geräumt und die Tür zum Hausanschlussraum verschlossen.

Leichter Rauch drang aus dem geöffneten Fenster des Hausanschlussraumes. Mit der Wärmebildkamera des ELW 1 wurde eine erste Erkundung durch das geöffnete Fenster vorgenommen – ohne genaue Erkenntnisse zu erlangen.

Nach dem Eintreffen des HLF 20/16 ging der mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Angriffstrupp mit Kleinlöschgerät und Wärmebildkamera vor. Bevor der Hausanschlussraum betreten wurde, setzte der Angriffstruppe einen mobilen Rauchverschluss um eine Ausbreitung des Rauches in den Treppenraum bzw. ins Gebäude zu verhindern.

Der ebenfalls mitalarmierte Feuerwehrstützpunkt Denstorf/Klein Gleidingen stellten einen Sicherheitstrupp.

Schnell konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Ursache der Verrauchung war nicht wie zuerst angenommen die Heizungsanlage, sondern eine im Alltagsstress vergessene Tüte mit Asche aus dem Kamin.

Großes Glück hatten die Hausbesitzer – es kam nur zu einem sehr geringen Schaden. Hätten alle Anwesenden nach der Auslösung des Warnmelders nicht so gewissenhaft und vorbildlich gehandelt hätte der Schaden ein größeres Ausmaß annehmen können.

Kaminasche kann auch nach längerer Zeit noch Glutnester enthalten!
Daher entsorgen Sie Kaminasche nicht direkt in Mülltonne und nutzen sie zum Transport keine brennbaren Gefäße!

Stattdessen:
Entsorgen Sie die Asche aus dem Kamin in einem Blech-/Zinkeimer und stellen diesen nicht im Haus sondern im Freien, mit Abstand zu brennbaren Materialien, auf. Lassen Sie die Asche im Eimer mindestens 24 Stunden abkühlen oder kühlen/löschen Sie mit Wasser ab. Erst dann kann die Asche in der Restmülltonne entsorgt werden.