Fahrzeug- und Gerätepflege hat einen hohen Stellenwert!

Fahrzeuge und Geräte zur Überprüfung bereitgestellt …

Sieben Fahrzeuge und viele Geräte müssen im Feuerwehrschwerpunkt Vechelde/Wahle regelmäßig überprüft und stets einsatzbereit gehalten werden. Erwartet wird derzeit noch die Übergabe eines Anhängers mit einer Netzersatzanlage, damit das Feuerwehrhaus auch bei einem Stromausfall sicher betrieben werden kann – im Falle einer Katastrophe (z. B. Blackout) künftig auch als „Katastrophenschutz-Leuchtturm“.

Zuständig für die Fahrzeug- und Geräteprüfung und -wartung ist unser Gerätewart, der von einem „Geräteteam“ unterstützt wird. Standardprogramm dieser Einsatzkräfte ist es die Fahrzeuge zu betanken, Pumpenprüfungen (=Trockensaugproben) durchzuführen, Akkus nachzuladen, verschiedene Kontrollen durchzuführen u. v. m.. Eine hohe Belastung ist dadurch gegeben, dass der Hubrettungssatz unserer nunmehr 30 Jahre alte Drehleiter aufgrund aktuell aufgetretener Mängel bzw. Fehlermeldungen wöchentlich überprüft werden muss.

Aufgrund der ehrenamtlichen Wahrnehmung der Funktionen können unsere Gerätewarte unmöglich eine regelmäßige Überprüfung der Fahrzeuge und aller Geräte mittels der umfänglichen Checklisten durchführen. Von daher ist in unserem Jahresdienstplan im sechswöchigen Abstand ein Fahrzeug- und Gerätepflegedienst vorgesehen. Diese Dienste passen zu unserem Motto „Donnerstag ist Feuerwehrtag“ – insofern können sich die Einsatzkräfte unserer Wehr die Termine für die Pflegedienste gut merken. 

Und die Fahrzeug- und Gerätedienste sind nicht deshalb gut besucht, da der Dienst mit dem Grillen von Bratwürsten abgeschlossen wird, sondern da es unseren Mitgliedern Spaß macht technische Geräte in die Hand zu nehmen und die Fahrzeuge auf Basis von Check- und Prüflisten, die vom Gerätewart bei Bedarf aktualisiert werden, zu überprüfen. Ganz nebenbei hat diese Verfahrensweise noch einen hohen Ausbildungseffekt!

Überprüft werden an den Fahrzeugen u. a. Betriebsflüssigkeiten, die Funktion der Beleuchtung – auch der Sondersignalanlage, die Sicherung und die Vollständigkeit der Beladung, die Atemschutzgeräte u. v. m..

Motorbetriebene Geräte wie Stromerzeuger, Motorsägen, Überdrucklüfter, hydraulische Spreizer und Scheren, Trennschleifmaschinen usw. werden gestartet und natürlich wird auch die Persönliche Schutzausrüstung gereinigt und überprüft.

Nach ca. 90 Minuten intensiver Arbeit sind die Prüfungen und Pflegearbeiten abgeschlossen – danach wird bei einem kalten Getränk und einer heißen Bratwurst gefachsimpelt und überlegt, wie Defizite beseitigt und Abläufe – auch im Einsatz – künftig weiter optimiert werden können. Mit der Auslieferung einer Scheuer-/Saugmaschine zur Reinigung des Fahrzeughallenfußbodens wird künftig die Einhaltung von Hygienevorgaben im Feuerwehrhaus erleichtert und wenn zeitnah die Hochdruckreinigungsanlage am Waschplatz in Betrieb genommen werden kann, wird auch die Fahrzeugwäsche wesentlich vereinfacht.

Text: Michael Hanne