Neuer Feuerlöschbrunnen im Umspannwerk Wahle

Nach der Erweiterung des Umspannwerkes Wahle (UW) um eine 380-Kilovolt-Schaltanlage, sind nun 18,5 Hektar in der Gemarkung Wahle als Sicherheitsbereich eingezäunt. Das UW hat insbesondere im Zusammenhang mit der Energiewende und dem damit verbundenen Stromtransport bis nach Hessen (Mecklar) eine besondere Bedeutung. Aufgrund der Tatsache, dass die Feuerwehr dort nur in Begleitung von Fachpersonal der Firma TenneT tätig werden darf, musste sich die Führung des Feuerwehrschwerpunktes mit Einsatzvorbereitungsmaßnahmen beschäftigen. Die dafür erforderlichen Absprachen und Maßnahmen stehen nunmehr kurz vor dem Abschluss. Für die Einsatzplanung wurde als größtmögliches Schadensszenario der Austritt von mehreren Tonnen heißem und brennenden Transformatorenöl in den Auffangbereich unter einem Transformator angenommen.

Nach mehreren Gesprächen und Ortsterminen, die von unserem ehrenamtlich tätigen Ortsbrandmeister initiiert worden sind, wurde nun ein Feuerlöschbrunnen mit Tiefpumpe auf dem Gelände in Betrieb genommen. Einen derartigen Feuerlöschbrunnen gab es im Zuständigkeitsbereich der Ortsfeuerwehr Vechelde/Wahle bisher noch nicht. Die Besonderheit bei diesem Feuerlöschbrunnen ist die elektrisch betriebene Tiefpumpe. Diese fördert das Wasser aus der Tiefe der Feuerlöschkreiselpumpe entgegen. Am Sauganschluss steht somit bereits ein Wasserdruck in Höhe von 2 bar zur Verfügung. Für den Fall, dass auch die Notstromversorgung im UW ausfallen sollte, kann die Tiefpumpe mit einem Stromerzeuger der Feuerwehr betrieben werden. Somit kann auch bei einem Stromausfall eine effektive Brandbekämpfung gewährleistet werden.

Am 13.12. wurden nun zunächst fünf Einsatzkräfte auf dem Gelände des UW von Mitarbeitern der Firma TenneT in die Bedienung und Nutzung dieses neu errichteten Feuerlöschbrunnens eingewiesen. Dieser Brunnen wurde deshalb erforderlich, da die neben dem UW liegenden Wasserflächen einer Kiesgrube und eines Angelteiches eingezäunt bzw. eingewallt sind und daher mit Feuerlöschkreiselpumpen nicht zeitnah erreichbar sind.

Bei der Einweisung wurde auch die Wasserlieferung des Brunnens getestet. Festgestellt wurde, dass der auf dem TLF 16/25 mitgeführte Wasserwerfer, aufgrund der guten Brunnenleistung, sowohl im Wasser- als auch im Schaumwerferbetrieb bei großer Wurfweite, sicher betrieben werden kann.

Als nächste Bearbeitungsschritte stehen für den Fall eines Feuers im Auffangraum unter einem Transformator die Berechnung des erforderlichen Schaummittelbedarfs an. Da sicherlich große Mengen „Schaumbildner“ erforderlich sein werden, wird man auf das von der Berufsfeuerwehr Braunschweig vorgehaltene große Schaummittellager zugreifen müssen. Um die Kompatibilität zwischen dem im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr Vechelde verfügbaren Schaummittel und dem in Braunschweig bevorrateten herzustellen und aufgrund weiterer Vorteile, wurde bereits vor längerer Zeit von den Führungskräften unserer Wehr vorgeschlagen, dass hier vorgehaltene Mehrbereichsschaummittel gegen ein solches auszutauschen, mit dem das dreifache Schaumvolumen erzeugt werden kann. Diesbezüglich hoffen wir noch auf eine positive Entscheidung der Verantwortungsträger.