Wir gehen ins Wasser oder aufs Eis

„Wir gehen ins Wasser oder aufs Eis“, unter diesem Motto fand am 25.01.2025 eine Sonderausbildung des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle zur Thematik Wasser- und Eisrettung statt.

Die achtstündige Ausbildung begann mit einem theoretischen Teil, durchgeführt von unseren Ausbildern René Plümecke und Martin Hanne. Auf der Agenda standen „Einsatztaktik gemäß Wasserrettungskonzept“ und die „Gefahren sowie die Unfallverhütung bei der Wasser- und Eisrettung“.

Anschließend folgte eine Geräteunterweisung in der warmen Fahrzeughalle. Dabei wurde auf die auf dem Tanklöschfahrzeug mitgeführten Geräte zur Wasser- und Eisrettung eingegangen und diese „in die Hand genommen“.

An diese eher theoretischen Ausbildungsmodule schloss sich eine erste praktische „Trockenübung“ an: Auf dem Gelände des Feuerwehrhauses wurde der gezielte Einsatz des Rettungsringes und einer speziellen Wurfleine geübt. Auch das richtige und schnelle Anlegen der Überlebensanzüge wurde trainiert.

Zu einer „Nassübung“ verlegten die Einsatzkräfte anschließend in das Naturfreibad Bettmar. Dort wurde unter realen Bedingungen, also im eiskalten Wasser, der Einsatz der Wasser- und Eisrettungsausrüstung geübt. Da die Wasserfläche des Naturfreibades nicht zugefroren war, konnte leider nur die Wasser- und nicht die Eisrettung geübt werden.

Die im Feuerwehrschwerpunkt Vechelde-Wahle verfügbare Ausrüstung zur Wasser- und Eisrettung zeichnet sich durch ihre schnelle Verfügbarkeit aus. So muss nicht erst, wie bei einem Rettungsbooteinsatz, eine Einsetzstelle gesucht werden, sondern die mit Überlebensanzügen und dem „Wasser- und Eisretter“ ausgerüsteten Einsatzkräfte können an fast jeder beliebigen Stelle in ein Gewässer einsteigen und somit ohne Zeitverzug die Menschenrettung durchführen.

Das Feedback der Ausbilder mit den Einsatzkräften führte zur Erkenntnis, dass die verfügbare Wasser- und Eisrettungsausrüstung gut vor Kälte und Wassereinbrüche schützt. Andererseits wurden aber auch Defiziten festgestellt: Nachteilig ist, dass mit den Überlebensanzügen nur auf der Wasseroberfläche agiert werden kann; das Tauchen ist nicht möglich. Die Defizite sollen bei den nächsten Ausbildungsdiensten abgearbeitet werden.
Festgestellte Mängel im Ausrüstungsbereich wurden zusammengestellt und der Verwaltung auf dem Dienstweg mitgeteilt. Durch organisatorische Maßnahmen wollen wir bei künftigen Wasser- oder Eisrettungseinsätzen noch schneller werden. Dadurch soll das Ziel der Menschenrettung aus Gewässern sicher erreicht werden.

Wir bedanken uns auf diesem Wege noch einmal ganz besonders beim Vorstand des Naturfreibad Vechelde-Bettmar e. V. für die unkomplizierte Unterstützung und das zur Verfügung stellen der Übungsmöglichkeit im Naturfreibad. Gern sind wir alsbald wieder eure Gäste.